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Europa League YB von Everton gnadenlos zerzaust

Die Berner Young Boys stehen in der Europa League vor dem Aus. Im Sechzehntelfinal-Hinspiel setzte es gegen Everton eine herbe 1:4-Heimniederlage ab.

Legende: Video «Everton überrollt YB im Stade de Suisse» abspielen. Laufzeit 5:38 Minuten.
Aus sportaktuell vom 19.02.2015.

Als um 20 Uhr in der Berner Innenstadt mit der Befreiung des Wappentiers der Startschuss zur Fasnacht fiel, tanzte der Bär schon längst im einige Kilometer entfernten Stade de Suisse. Es war ein offener Schlagabtausch, den sich YB und Everton lieferten. Für das Team von Coach Uli Forte ging es jedoch oft zu schnell.

YB-Abwehr mit Lukaku überfordert

Insbesondere Romelu Lukaku erwies sich als unzähmbare Gefahr. Die Berner Innenverteidiger Steve Von Bergen und Milan Vilotic waren schlicht überfordert. Sie bekamen den ehemaligen Chelsea-Stürmer nie in den Griff. Gleich 3 der 4 Tore gingen auf das Konto des Belgiers.

Das 1:1 (24.) erzielte Lukaku per Kopf. Von Bergen blieb im Luftkampf nur die Zuschauerrolle. Beim 3:1 (39.) musste Lukaku nach einem Zuspiel von Gareth Barry nur noch den Fuss hinhalten. Das 4:1 (58.) fiel nach einem klassischen Konter. Dass Lukaku nicht noch mehr Unheil anrichten konnte, war das Verdienst von YB-Goalie Yvon Mvogo. Der 20-Jährige bewahrte sein Team vor allem in den Startminuten mit einigen Glanztaten vor einem frühen Rückstand. Gegen Lukaku musste Mvogo gleich mehrmals retten.

Legende: Video «Das Traumtor von Hoarau zum 1:0» abspielen. Laufzeit 0:40 Minuten.
Vom 19.02.2015.

Hoarau trifft und vergibt Penalty

YB war völlig entgegen dem Spielverlauf durch Guillaume Hoarau in Führung gegangen. Der Franzose bezwang Everton-Goalie Tim Howard mit einem sehenswerten Heber von ausserhalb des Strafraums. Von Hoarau gingen auch in der Folge die gefährlichsten Aktionen der Berner aus. Nach einer halben Stunde zwang er Howard mit einer Direktabnahme zu einem Abpraller, den Rapahel Nuzzolo allerdings nicht verwerten konnte.

Und nach einer Stunde provozierte Hoarau beim Stand von 1:4 den Platzverweis von John Stones. Den fälligen Penalty schoss Hoarau allerdings über das Tor. Der 30-Jährige vergab seinen 7. EL-Treffer im 7. Spiel fahrlässig. Die Chance zum Anschlusstreffer hatte sich YB bereits vor der Pause geboten. Sekou Sanogo zog aus rund 11 Metern ab, James McCarthy lenkte den Schuss jedoch an den Pfosten.

Everton mindestens eine Nummer zu gross

Auch wenn das 1:2 durch Seamus Coleman (28.) und auch der 3. Gegentreffer aus abseitsverdächtigen Positionen fielen, dürften die Berner nicht allzu sehr mit dem Schiedsrichter hadern. Zu offenkundig war die Überlegenheit des Tabellen-12. der Premier League. Die Chancen auf ein Weiterkommen im Rückspiel in einer Woche im Goodison Park sind nur noch mathematischer Natur.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 19.02.15 19:00 Uhr

39 Kommentare

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  • Kommentar von heimspiel_im_letzi, Gundeldingen
    1. Wieso wird hier ein CL-Achtelfinalspiel mit einem EL-16telfinalspiel verglichen? 2.Wieso wird YB mit Basel verglichen? 3. Wieso Everton mit Porto? Hallo? Das sind alles 2 verschiedene planeten!!!
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  • Kommentar von Thomas Ceskutti, Kloten
    Ich find es vorallem beschämend die Kommentare von Basel - Fans zu lesen. YB hat sein Bestes gegeben -- es war hald einfach nicht gut genug. HOPP YB -- BUUUUUH ---BASEL !!!!!
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    1. Antwort von Lukas Löffler, Basel
      Nachdem sich die gesamte Fussballschweiz am Dienstagabend trotz eines 1:1 gegen einen europäischen Spitzenklub lustig gemacht hat, ist etwas Schadenfreude schon angesagt. Denn am Schluss zählt im Fussball eben nur das Resultat...
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    2. Antwort von O. W., Bern
      Wir sollten sowieso alle objektiv bleiben. Basel hätte unter Umständen mit 1:4 oder noch höher untergehen können, wenn man sich mal die Schussstatistik anschaut (1:15). Trotz totaler Dominanz von Porto konnten sie unentschieden spielen. YB erlebte eben das andere Extrem. Wenn's dem Gegner läuft und mal einer rein geht, der nicht dürfte (Offside-Tor) dann bricht die Mannschaft auseinander. YB hat auf jeden Fall viel mehr für die Offensive gemacht als Basel gegen Porto! Schade ists vorallem für YB
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  • Kommentar von Matthias Schmidt, Bern
    YB war gestern vor allem körperlich klar unterlegen. Die Premier-League Klubs haben einen komplett anderen Rhythmus und gehen 90' wie die Teufel. Nur eine Mannschaft, die spielerisch stärker ist, kann solche Teams dann bezwingen - davon ist YB als immerhin zweitbeste Schweizer Mannschaft zu weit weg. Aber trotzdem eine gute Erfahrung vor allem für die jüngeren Spieler wie Hadergiornaj, der gestern richtig Lehrgeld zahlen durfte, und trotzdem eigentlich gut gespielt hat.
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