Zanni: «Geisterspiele sind ‚eingefahren‘»

Das Hinspiel der Europa-League-Viertelfinals zwischen Basel und Valencia geht am Donnerstag ohne Zuschauer über die Bühne. Ex-FCB-Spieler Reto Zanni blickt auf frühere Geisterspiele zurück und erzählt, wie sich sein Team damals darauf vorbereitete.

Vor knapp 8 Jahren musste Basel GC vor leeren Rängen empfangen.

Bildlegende: Geisterspiel 2006 Vor knapp 8 Jahren musste Basel GC vor leeren Rängen empfangen. Keystone

231 Partien bestritt Reto Zanni für Basel – 2 davon im leeren St. Jakob-Park. Im Sommer 2006 wurde der FCB wegen Fan-Ausschreitungen nach der verlorenen Finalissima gegen den FCZ zu Geisterspielen gegen Schaffhausen und GC verurteilt. «Wenn ein Tor fiel und es still blieb, ist das schon ziemlich ‚eingefahren‘», blickt Zanni zurück.

Dasselbe Szenario erwartet die «Bebbi» am Donnerstag in den EL-Viertelfinals gegen Valencia. Die UEFA belegte den Schweizer Meister wegen Vergehen der Fans im Achtelfinal-Rückspiel in Salzburg mit einer happigen Busse und einem Geisterspiel.

Vorbereitung nur bedingt möglich

Zanni erzählt, dass sein Team 2006 mehrmals im leeren Stadion trainiert habe, um sich auf das Spiel unter Ausschluss der Öffentlichkeit vorzubereiten. Gleichzeitig sagt er, dass man keine speziellen Vorkehrungen treffen könne, ausser die ungewohnte Situation vorgängig zu thematisieren. «Entscheidend ist, wie man im Spiel damit umgeht.»

«Ein riesiger Vorteil für Valencia»

Der ehemalige Verteidiger glaubt: «Es wird für Valencia ein riesiger Vorteil, vor leeren Rängen zu spielen.» Die Geisterspiel-Bilanz des FCB gibt Zanni aber keineswegs recht: Von 6 Spielen vor komplett oder teilweise leeren Rängen entschied der FCB deren 5 für sich. Zanni hofft, dass dies ein gutes Omen für Donnerstag ist.

TV-Hinweis

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Verfolgen Sie das Hinspiel der Europa-League-Viertelfinals zwischen Basel und Valencia am Donnerstag ab 20:50 Uhr auf SRF info und im Livestream.