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Schweizer Frauen-Nati Schweiz scheitert im Achtelfinal an Kanada

Der WM-Achtelfinal hat für die Schweizerinnen trotz einem aufopferungsvollen Auftritt Endstation bedeutet. Gegen den WM-Gastgeber war das Team durchaus ebenbürtig, musste aber gleichwohl eine 0:1-Niederlage einstecken.

Legende: Video Bitteres Achtelfinal-Out für die Schweiz abspielen. Laufzeit 2:21 Minuten.
Vom 22.06.2015.

Das Out in der 1. K.o.-Runde ist für die Schweizerinnen bitter. Denn sie waren ausgerechnet die Protagonistinnen bei einer negativen Premiere. Noch nie zuvor hatte Kanada nämlich an einem WM-Turnier einen Gegner aus Europa bezwingen können.

Trotzdem: Das Team von Trainerin Martina Voss-Tecklenburg ist beim 0:1 im vor 53'855 Zuschauern ausverkauften Stadion in Vancouver alles andere als nur Spalier gestanden. Vielmehr erwies sich der Underdog mit einem unerschrockenen Auftritt als hartnäckiger Herausforderer. Nach einem schwachen Abschluss der Gruppenphase zeigte die Schweiz bei ihrer 1. WM-Teilnahme im entscheidenden Moment nochmals ihre Qualitäten und ebenso ihr Potenzial.

Legende: Video Thalmann war schon geschlagen abspielen. Laufzeit 0:13 Minuten.
Vom 22.06.2015.

Der Pfosten rettet für Thalmann

Vor allem in einer unterhaltsamen ersten Halbzeit waren die Gäste das aktivere Team. Die grösste Möglichkeiten gehörte zwar den «Ahornblättern», als nach gut einer Viertelstunde Torhüterin Gaëlle Thalmann bei einer Flanke bereits geschlagen war, der Pfosten für sie aber rettete. Gleichwohl setzte Ramona Bachmann im Sturm immer wieder Nadelstiche, während ihre Mitspielerinnen hinten solide standen.

Auch nach der Pause gefiel die Schweiz mit einer reifen Leistung. Es sollten aber die Nordamerikanerinnen sein, denen in der 52. Minute der «Lucky Punch» glückte, der am Ende für die einzige Differenz in dieser umkämpften Partie gesorgt hatte. Starspielerin Christine Sinclair leitete eine Flanke in den Strafraum zu Josée Belanger weiter, die abgeklärt zum 1:0 einnetzte.

Alles auf eine Karte gesetzt

In der Folge verstärkten die Schweizerinnen ihre Offensive merklich und kamen durchaus zu Ausgleichschancen. Die wohl beste vergab in der 78. Minute die von Bachmann angespielte Vanessa Bernauer aus kurzer Distanz.

Letztlich brachten die Kanadierinnen den knappen Vorsprung über die Zeit und verdienten sich vor Heimpublikum einen weiteren Auftritt im Viertelfinal gegen die Siegerinnen aus der Begegnung England/Norwegen.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 22.06.15 01:10 Uhr

9 Kommentare

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  • Kommentar von Valentin Vieli, Wald
    Nicht nur jammern. Jetzt haben wir trotzdem noch eine Chance für die Qualifikation an den olympischen Spielen in Brasilien. Es sind zwar nur die besten drei Teams Europas qualifiziert. Aber England hat schon im Frühjahr auf eine Teilnahme in Brasilien verzichtet. Also sind nur die beiden Viertelfinalisten Deutschland und Frankreich schon fix für Europa gesetzt. Verliert die Niederlande gegen Japan kommt es zur Barrage um den 3. Startplatz zwischen Norwegen, Niederlande, Schweden und Schweiz.
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  • Kommentar von Franco Lehmann, Umiken
    Die Ähnlichkeiten sind schon frappant: Vor fast einem Jahr, ebenfalls im WM-Achtelfinal, war die Herren-Nati dem grossen Favoriten ebenbürtig und schied trotzdem unglücklich mit 0:1 aus. Man(n) trauerte - wie frau heute - den Chancen nach, die man nicht nutzen konnte. Nüchtern betrachtet, muss man sagen, dass damals wie heute einfach das letzte Quäntchen Biss gefehlt hat. Wenn es auf so einem Niveau um die Wurst geht, sind Schweizer Fussballer/innen leider noch ein bisschen zu brav. Noch...
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  • Kommentar von Fritz Wälti, OberhofenBE
    wenn die männernati so etwas abgeliefert hätte würde sie von den Medien und all den kommentar schreibern hier, die sich von den medien beeinflussen lassen zerpflückt. aber bei den frauen ist alles wunderbar gratulationen von überall. Was natürlich von der fast ausschliesslich positiven berichterstattung beeinflusst ist. Das hat mit gleichstellung nichts zu tun ich denke das ist eher kontraproduktiv...
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    1. Antwort von D.Thrum, Zürich
      Der Unterschied zum Männerfussball ist, dass die Männer hauptberuflich Fussballer sind, während die Damen meist nebenbei 'richtigen' Jobs nachgehen und der Frauenfussball generell mit weitaus weniger Finanzen und Förderung auskommen muss. In Anbetracht der Mittel und Möglichkeiten, haben sie durchaus gute Leistung abgegeben. Aber so kennt man's ja. Frauen müssen trotz widriger Ausgangsbasis die selbe Leistung (wenn nicht mehr) erbringen und werden dann immer noch belächelt, egal worums geht.
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    2. Antwort von Tanja Meier, Zürich
      Lieber Herr Wälti Bitte beachten Sie doch, dass es sich hierbei um die erste Endrundenqualifikation der Schweizer Frauen Nati überhaupt handelt. Es bestehen so viele Unterschiede zwischen dem Frauen- und dem Männerfussball, da es keinen Sinn macht die beiden miteinander zu vergleichen. Da sich auch das SRF diesem Unterschied sehr wohl bewusst ist, ist die "positive Berichterstattung" durchaus gerechtfertigt.
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