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FIFA Frauen-WM 2015 Trotz Niederlage gegen Kamerun: Schweiz dank USA im Achtelfinal

Die Schweizer Frauen-Nati hat an der WM in Kanada das Achtelfinal-Ticket gelöst. Die Schweizerinnen unterlagen im letzten Gruppenspiel Kamerun zwar mit 1:2, ziehen dank dem Sieg der USA gegen Nigeria aber dennoch in die K.o.-Runde ein.

Legende: Video «Schweiz bricht gegen Kamerun ein» abspielen. Laufzeit 2:53 Minuten.
Vom 17.06.2015.

Um die Achtelfinal-Qualifikation aus eigener Kraft zu schaffen, hätte den Schweizerinnen gegen Kamerun ein Unentschieden gereicht. Weil das Team von Martina Voss-Tecklenburg gegen die Afrikanerinnen aber eine 1:2-Niederlage bezog, war die Nati auf Schützenhilfe angewiesen.

Und diese kam wenige Stunden später von den Amerikanerinnen. Die USA setzten sich in der Gruppe D mit 1:0 gegen Nigeria durch und sorgten so dafür, dass die Schweiz als eine der vier besten Gruppendritten feststeht. Im Achtelfinal trifft die Nati in der Nacht auf Montag (01:30 Uhr) auf Kanada. Die Gastgeberinnen haben die Gruppe A gewonnen.

Schweiz kontrolliert das Geschehen...

Die Niederlage gegen Kamerun war alles andere als zwingend. In einer von vielen kleinen Fouls und Unterbrüchen geprägten Partie hatten die Schweizerinnen das Geschehen in der ersten Hälfte weitgehend im Griff. Ana-Maria Crnogorcevic brachte die Nati nach einem perfekt vorgetragenen Angriff über die linke Seite in der 24. Minute in Führung.

Fabienne Humm (36.) und Ramona Bachmann (40.) hätten gar für einen höheren Pausenstand sorgen müssen, scheiterten aber beide an der glänzend parierenden Keeperin Anette Ngo Ndom.

Legende: Video «Voss-Tecklenburg: «Waren wie blockiert»» abspielen. Laufzeit 1:21 Minuten.
Vom 17.06.2015.

...und verliert komplett den Faden

Das umgekehrte Bild präsentierte sich nach dem Seitenwechsel. Während bei den Schweizerinnen so gut wie gar nichts mehr zusammenpasste, spielten sich die Afrikanerinnen, die bereits in der ersten Halbzeit zu guten Chancen gekommen waren, in einen wahren Rausch. Gabrielle Onguene (47.) und Ngono Mani (62.) drehten die Partie innerhalb einer Viertelstunde.

Japan mit Minisieg

Den Sieg in der «Schweizer» Gruppe C sicherte sich Japan. Die Asiatinnen setzten sich gegen das punktelose Ecuador mit 1:0 durch und feierten damit im 3. Spiel den 3. Sieg. Die Entscheidung gegen die aufopfernd kämpfenden Südamerikanerinnen führte Yuki Ogimi bereits in der 6. Minute herbei.

Sendebezug: SRF zwei, sportlive, 16.06.2015, 22:35 Uhr

Legende: Video «Japan mit Minimalaufwand zum Gruppensieg» abspielen. Laufzeit 2:02 Minuten.
Vom 17.06.2015.

13 Kommentare

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  • Kommentar von Raimund Helfenberger, Bern
    Tja, wer 4-2-4 spielt statt 4-4-2 und das ohne zurückeilende Flügel, der ist sehr schnell wieder zu Hause... Das Mittelfeld der Frauen-Nati hat mich bis jetzt total enttäuscht, immer nur lange Bälle aus der Verteidigung auf die Stürmerinnen, kein Spielwitz und den 8/10er-Raum behandeln sie wie ein Mienenfeld! Was ist mit Mittelfeldpressing? Zehnder hat gegen Ecuador gute spielerische Ansätze gezeigt. Aber eben gegen Ecuador... Kann sie das auch gegen Kanada? Darf sie ran?
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  • Kommentar von werner huebscher, bern
    Freunde, es geht hier um internationalen Frauenfussball, bei dem eben der gesamte Körper eingesetzt wird. Im Übrigen war auch das Coaching von Frau Voss nicht auf internationalem Niveau: Kompaktheit des Teams, Flügelspiel, Raumdeckung - alles Fehlanzeige. So ist im Achtelfinal der WM-Traum vorbei und die Heimreise beginnt vorzeitig!
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  • Kommentar von jc heusser, erstfeld
    Die Schweiz hat es eben verpasst noch in der 1.halbzeit das zweite Tor zu schiessen und den "Sack" zu zumachen! Die Schweizerrinnen spielten sicher nicht gut, aber was sich Kamerun so alles an Unfairness, Theater und Spielverzögerung geleistet hat . . . . na ja und über die Schiedsrichterleistung brauchen wir erst gar nicht sprechen!
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    1. Antwort von jonas meier, zürich
      Ich bin kein Freund davon immer dem Schirri die Schuld zu geben, aber die Leistung gestern war wirklich unter aller Sau. Zig Fouls der Kameruner nicht gepfiffen und später in einer vergleichbaren Situation gab es gelb für die Schweiz!? Und was sich die Kameruner in der zweiten hälfte an unsportlichkeit leisteten*Kopfschüttel* da bin ich schon ein wenig enttäuscht, vorallem da ich bisher den Frauenfussball fairer erlebte als den Männerfussball(wenig Schwalben, kein gemotze beim Schiedsrichter...)
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