FIFA sträubt sich gegen Reformvorschläge

In ihrer zweitägigen Sitzung hat die FIFA entschieden, dass es im Kampf gegen die Korruption auch in Zukunft keine unabhängige Integritätsprüfung geben wird. Dafür macht die Exekutive bei der WM-Vergabe Zugeständnisse.

In Zukunft soll der Kongress über die WM-Vergabe entscheiden.

Bildlegende: FIFA-Präsident Sepp Blatter In Zukunft soll der Kongress über die WM-Vergabe entscheiden. EQ Images

Entscheidende Reformvorschläge zur Minderung der Korruption, die der eigens von der FIFA dafür angestellte Schweizer Experte Mark Pieth eingebracht hatte, verhallten ungehört.

So wird es auch in Zukunft keine unabhängige Integritätsprüfung von Exko-Mitgliedern geben. Eine Prüfung soll zwar stattfinden und schon in den betreffenden Konföderationen beginnen, das letzte Wort soll aber die hauseigene Ethik-Kommission haben. Auch eine Aufnahme unabhängiger Persönlichkeiten in die Exekutive wurde verworfen.

FIFA-Kongress bestimmt WM-Vergabe

In anderen Bereichen war die Exekutive zu Zugeständnissen bereit. So soll die Vergabe der Weltmeisterschaften nach der massiven Kritik an der Wahl Katars für 2022 künftig der FIFA-Kongress vornehmen. Allerdings behält sich das Exekutivkomitee, das bisher über den Ausrichter entschieden hatte, eine Vorauswahl und Reduzierung auf maximal 3 Bewerber vor.