Barrage: Portugal und Frankreich vor heiklen Aufgaben

Am Freitag streiten sich 8 Gruppenzweite um die letzten 4 europäischen WM-Plätze. Den grossen Fussballnationen Portugal und Frankreich stehen schwierige Aufgaben bevor. Die Isländer wollen gegen Kroatien zum ersten Mal an eine WM-Endrunde.

Die Barrage gegen Schweden wird zum Härtetest für die strauchelnden Portugiesen.

Bildlegende: Ruhe vor dem Sturm Die Barrage gegen Schweden wird zum Härtetest für die strauchelnden Portugiesen. Keystone

Das Highlight der europäischen Barrage-Phase ist zweifellos die Affiche Portugal gegen Schweden, in der die Lusitanier zuerst Heimrecht geniessen. Unabhängig vom Ausgang wird die WM um eine Attraktion ärmer sein: Verliert Portugal, wird Cristiano Ronaldo erstmals eine WM verpassen, trifft es Schweden, verfolgt Zlatan Ibrahimovic die Endrunde am Fernseher.

Schweden liess mit zwei spektakulären Spielen gegen Deutschland aufhorchen (4:4 auswärts, 3:5 zuhause), konnte sich aber nur knapp von Rivale Österreich distanzieren. Das portugiesische Star-Ensemble muss zum 3. Mal in Folge in die Barrage für eine WM- oder EM-Endrunde.

Kroatien reist nach Island

Im hereinbrechenden isländischen Winter erwartet die Kroaten neben der klimatischen auch eine sportliche Herausforderung: Der zweite der Schweizer Gruppe ist keinesfalls dem Lager der Fussballzwerge zuzurechnen; die Mannschaft um Tottenhams Gylfi Sigurdsson ist gespickt mit Legionären, die in der englischen Premier League und auf dem europäischen Kontinent ihr Geld verdienen.

Die «Equipe Tricolore» muss nach Kiew

Frankreich bekommt es nach der Euro 2012 wieder mit der Ukraine zu tun. In Donezk fügten «Les Bleus» den Gastgebern im 2. Gruppenspiel eine empfindliche 0:2-Niederlage zu. Die Franzosen «scheiterten» in der Quali nicht am eigenen Unvermögen, sondern vorab am Welt- und Europameister Spanien. Zwar trotzte man den Iberern auswärts ein Unentschieden ab, die Heimniederlage besiegelte aber Gruppenplatz 2 vorzeitig.

Die Ukrainer ihrerseits lieferten England lange ein Kopf-an-Kopf-Rennen um die direkte Quali - mit dem besseren Ende für die «Three Lions». Trotzdem überzeugte das Team um Leader Anatolij Timoschtschuk und Kiew-Star Andrej Jarmolenko in der schwierigen Gruppe H mit England, Polen und Montenegro.

Griechische Minimalisten gegen Rumänien

Ein ausgeglichenes - und torarmes - Duell bahnt sich in Südosteuropa zwischen Griechenland und Rumänien an. Erstaunlich: Die Griechen siegten in 10 Spielen 8 Mal - und das mit 12 Toren. Rumänien feierte mit dem Barrage-Platz bereits einen Teilerfolg, indem man die ambitionierten Türken in der letzten Runde noch abfangen konnte. Die WM-Quali wäre ein Überraschungscoup.