Die Müllers als Erfolgsgaranten

Man rechnete mit Miroslav Klose - doch es kam Thomas Müller. Der Bayern-Akteur schoss Deutschland in Salvador beinahe im Alleingang zum furiosen 4:0-Startsieg gegen Portugal.

Die erfolgreiche Fussball-Geschichte Deutschlands ist eng mit dem Namen Müller verbunden. Gerd Müller wurde 1972 Europa- und 1974 Weltmeister, Hansi Müller 1980 Europameister und Dieter Müller holte sich 1976 an der EM immerhin die Torjägerkrone und eine silberne Auszeichung.

3 Tore zum WM-Start

Seit ein paar Jahren gibt es im DFB-Team nun Thomas Müller – und auch der 25-jährige Offensivakteur von Bayern München ist ein Erfolgsgarant. 2010 wurde er in Südafrika mit 5 Treffern Torschützenkönig, 4 Jahre später lancierte er für Deutschland nun mit 3 Toren im Startspiel gegen Portugal das WM-Turnier.

«3 Tore in einem Auftaktspiel zur WM sind etwas Herrliches. Und eines war wieder einmal schöner als das andere», meinte der gewohnt humorige Müller, der bei zwei Treffern den Ball mit Instinkt über die Linie drückte und dafür sicher keinen Schönheitspreis erhalten wird.

Der Stil erinnerte eher an den ganz berühmten Müller, Gerd, auch «Der Bomber» genannt, bis heute der Prototyp des Vollstreckers vor dem Tor.

Leichtes Spiel nach dem 2:0

Neben seinen drei Treffern sorgte Thomas Müller unfreiwillig auch dafür, dass Portugal frühzeitig nur mit 10 Mann auskommen musste: «Ich würde die Szene zuerst gerne im TV sehen. Ich wollte nichts herausschinden und kann die Entscheidung des Schiedsrichters nicht beeinflussen», meinte Müller zum Rencontre mit Portugals Innenverteidiger Pepe nach 37 Minuten, das mit einer roten Karte bestraft wurde.

Von diesem Moment an hatte Deutschland definitiv leichtes Spiel: «Bei der Hitze war die 2:0-Führung ein grosser Vorteil. Ich habe nach 20 Minuten mal auf die Uhr geschaut und gedacht, dieses Spiel wird lange dauern...», so Müller über die Verhältnisse in Salvador.

«Thomas hat das sehr, sehr gut gemacht»

Auch Bundestrainer Joachim Löw, der Müller als Sturmspitze Miroslav Klose vorgezogen hatte, war äusserst zufrieden: «Thomas hat das schon sehr, sehr gut vorne gemacht», meinte er. Doch auch für sein restliches Personal zog er ein positives Fazit: «Die Mannschaft war unheimlich kompakt, die Mannschaft war ganz geschlossen, wir haben wenig Konterchancen zugelassen. Wir haben in der ersten Halbzeit nach vorn gespielt und die Chancen genutzt.»

Video «Deutschland-Portugal: Die Highlights» abspielen

Deutschland-Portugal: Die Highlights

5:11 min, aus FIFA WM 2014 live vom 16.6.2014