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FIFA WM 2014 Die Niederlande stehen im Viertelfinal

Mitfavorit Niederlande hat in Fortaleza in extremis die WM-Viertelfinals erreicht. «Oranje» lag gegen Mexiko bis zur 88. Minute 0:1 zurück, ehe Sneijder und Huntelaar (94.) per Penalty die Partie noch drehten. Nun wartet Costa Rica.

Legende: Video Spielbericht Niederlande - Mexiko abspielen. Laufzeit 4:06 Minuten.
Aus FIFA WM 2014 live vom 29.06.2014.

Nur wenige Minuten fehlten Mexiko zum 3. WM-Viertelfinal-Einzug nach 1970 und 1986. «El Tri» führte dank einem Weitschuss-Treffer von Giovanni Dos Santos aus der 48. Minute bis kurz vor Schluss mit 1:0.

Sneijder mit Wucht

Doch mit dem Mute der Verzweiflung riskierte Wesley Sneijder im Anschluss an einen Eckball von der Strafraumgrenze alles und drosch das Leder satt in die linke untere Ecke. Und es kam für die Niederländer gar noch besser: In der Nachspielzeit dribbelte sich Arjen Robben in den Strafraum und an der Grundlinie gab es einen Kontakt mit dem Fuss von Mexiko-Captain Rafael Marquez. Robben kam zu Fall, Schiedsrichter Pedro Proenca aus Portugal zeigte auf den Punkt.

Legende: Video Penaltyszene mit Einschätzung von Bertolini abspielen. Laufzeit 1:49 Minuten.
Aus FIFA WM 2014 live vom 29.06.2014.

Huntelaar nervenstark

Die Verantwortung übernahm dann ausgerechnet Klaas-Jan Huntelaar, der erst in der 76. Minute eingewechselt worden war. Der Schalker traf mit seinem 1. Torschuss an dieser WM sicher.

Damit verwandelten die Niederländer in diesem Turnier wie schon gegen Spanien und Australien einen Rückstand in einen Sieg. Im Viertelfinal kommt es nun zum Duell mit Costa Rica, das Griechenland in Recife im Penaltyschiessen eliminierte. Mexiko auf der anderen Seite scheiterte zum 6. Mal in Folge im WM-Achtelfinal.

Niederlande dreht auf

Der Erfolg der Mannschaft von Trainer Louis van Gaal war nicht unverdient. In der 1. Halbzeit spielte «Oranje» zwar schwach und kam im Gegensatz zu Mexiko (Herrera, Salcido, Dos Santos) zu keinen nennenswerten Chancen. Doch nach dem 0:1 drehten die Niederlande, welche Mittelfeldspieler Nigel de Jong schon in der Startphase verletzungsbedingt verloren, mächtig auf.

Stefan De Vrijs Versuch aus kurzer Distanz wurde von Guillermo Ochoa an den Pfosten gelenkt (55.), Sneijders abgelenkter Schuss verfehlte das Ziel denkbar knapp (61.), und nach 74 Minuten scheiterte der immer stärker werdende Robben aus spitzem Winkel am mexikanischen Schlussmann.

Rekord für Sneijder

Mexiko konnte sich nicht mehr aus der Umklammerung befreien, der Ausgleichstreffer zeichnete sich ab. Dass es dann Sneijder vorbehalten war, das Tor zu schiessen, passte: Der Galatasaray-Spieler ist mit nun 15 WM-Partien in dieser Sparte der neue niederländische Rekordspieler.

Sendebezug: SRF zwei, FIFA WM 2014, 29.06.2014, 18:00 Uhr.

Legende: Video Niederlande - Mexiko: Die Live-Highlights abspielen. Laufzeit 5:06 Minuten.
Aus FIFA WM 2014 live vom 29.06.2014.

Moreno mit Schienbeinbruch

Der Mexikaner Hector Moreno hat bei der 1:2-Niederlage gegen die Niederlande einen Schienbeinbruch erlitten. Die Verletzung zog sich der Innenverteidiger bei einem Zweikampf mit Arjen Robben kurz vor der Pause zu.

35 Kommentare

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  • Kommentar von M.Kaiser, Rebstein
    Der Schwalben - Robben hat wieder hinterhältig sich sofort fallen lassen , dieses 2. Tor hat einen fahlen Nachgeschmack - der Schieri nicht immer auf seinem Posten .
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  • Kommentar von Valentin Vieli, Wald
    Fragen nach Penalty oder nicht tauchen immer wieder auf. Der Zeitpunkt, auch die 94. Spielminute, darf dabei keine Rolle spielen. Ein Foul an Robben im Strafraum war in der 1. Halbzeit auszumachen. Der Schiri stand zu weit weg, weil er schon im Begriffe war, dem neuen Angriff der Mexikaner "mitzulaufen". Robben ist als Schwalbenkönig bekannt. Dass er im holländischen TV eine Schwalbe während dem Spiel zugibt, ist ein Affront. Diese Unsportlichkeit MUSS die FIFA mit einer Sperre bestrafen.
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  • Kommentar von speaker, st.gallen
    Mexiko ist selber schuld. Sie haben nach dem 1:0 aufgehört Fussball zu spielen. Der Trainer setzte nur noch auf Verwalten (Auswechslungen). Zudem berührt der Verteidiger Robben eindeutig, dass dieser dann fällt ist dann ebenso logisch wie der folgende Elferpfiff.
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