Griechenland dank Last-Minute-Tor im Achtelfinal

Griechenland hat in der Gruppe C in extremis die Achtelfinals erreicht. Die Hellenen siegten gegen die Elfenbeinküste dank einem Penalty-Treffer in der Nachspielzeit mit 2:1 und folgen damit Kolumbien (4:1 gegen Japan) in die K.o.-Phase.

Die Griechen, die für einmal ungewohnt offensiv agierten, mussten sich in Fortaleza lange gedulden, ehe sie für ihre Angriffs-Bemühungen belohnt wurden. Ein ungeschicktes Einsteigen des eingewechselten Basler Angreifers Giovanni Sio gegen Georgios Samaras in der Nachspielzeit bescherte den Hellenen einen Elfmeter. Der Gefoulte trat gleich selber an und schoss sein Team zur erstmaligen Achtelfinal-Teilnahme an einer WM.

Joker Samaris sticht

Auch zwei frühe, verletzungsbedingte Wechsel hatten die Griechen nicht aus dem Konzept gebracht. Im Gegenteil: Andreas Samaris, der bereits nach 12 Minuten für Panagiotis Kone gekommen war, erzielte in der 42. Minuten nach einem kapitalen Fehler von Ismael Tiote das 1:0. 9 Minuten zuvor hatte Aussenverteidiger Jose Cholevas nur die Latte getroffen.

Und spätestens nach zwei Topchancen von Dimitrios Salpingidis und Lazaros Christodoulopoulos (54./58.) sowie dem 2. Lattentreffer nach einem Weitschuss von Captain Georgios Karagounis (68.) haftete der Führung der Griechen das Prädikat hochverdient an.

Offensive der Elfenbeinküste enttäuscht

Die hochgelobte Offensive um Didier Drogba, der dieses Mal von Beginn weg mittun durfte, enttäuschte lange Zeit. Ein einziger, mustergültig vorgetragener Angriff in der 74. Minute über Yaya Touré und Gervinho, der von Wilfried Bony schliesslich erfolgreich abgeschlossen wurde, reichte der Elfenbeinküste jedoch, um zumindest vorübergehend das geforderte Remis für den Einzug in die Achtelfinals zu bewerkstelligen. Doch die Passivität sollte – wenn auch spät – bestraft werden.

Kolumbien ohne Verlustpunkt weiter

Japan verpasste es in der Hitze von Cuiaba, aus der Niederlage der Elfenbeinküste Profit zu schlagen. Mit einem Sieg hätten die Asiaten das Achtelfinal-Ticket lösen können. Doch gegen das bereits qualifizierte Kolumbien resultierte eine 1:4-Niederlage.

Die auf 8 Positionen umbesetzten Südamerikaner gingen in der 16. Minute durch Juan Cuadrado mittels Penalty in Führung. Praktisch mit dem Pausenpfiff gelang Shinji Okazaki per Kopf der Ausgleich. In der 2. Halbzeit sorgte Jackson Martinez mit einem Doppelpack für die Entscheidung (55./82.), ehe James Rodriguez in der Nachspielzeit für den Schlussstand besorgt war.

Sendungsbezug: SRF zwei und SRF info, FIFA WM 2014 live, 25.06.2014, 22:00 Uhr

Lamouchi nicht mehr Trainer

Sabri Lamouchi ist nicht mehr Coach der Elfenbeinküste. «Mein Vertrag endet mit dieser WM. Es geht nicht weiter», erklärte der Franzose nach dem WM-Out. Lamouchi hatte das Amt im Mai 2012 übernommen.

Mondragon sorgt für Rekord

Mit seiner Einwechslung in der 84. Minute in der Partie gegen Japan sorgte Kolumbiens Torhüter Faryd Mondragon für einen Rekord. Mit 43 Jahren ist er der älteste WM-Spieler aller Zeiten.