Gruppe E: Drei Teams für zwei Plätze

In der «Schweizer» Gruppe E ist Honduras klarer Aussenseiter. Die Plätze um die Achtelfinals machen die Schweiz, Frankreich und Ecuador unter sich aus. Zwischen diesen 3 Teams indes ist alles möglich.

Die Schweizer Fussballer im Training in Porto Seguro.

Bildlegende: Startklar Die Schweizer haben eine sorgenfreie Vorbereitung hinter sich. Keystone

Die Schweizer Nationalmannschaft erlebt in der Gruppe E an der WM in Brasilien ein Déjà-vu. Gegen Frankreich spielte die Nati 2006 in Deutschland, gegen Honduras 2010 in Südafrika.

Schweiz mit Ruhe zum Erfolg?

Die Schweiz hat eine ruhige Vorbereitung hinter sich. Das Team von Trainer Ottmar Hitzfeld arbeitete in Weggis und Porto Seguro konzentriert und ohne Nebengeräusche. Verletzungsprobleme wie 2010 (Alex Frei) blieben aus. Das Potenzial für die Achtelfinal-Qualifikation oder gar mehr ist zweifellos da. Nun muss es die Nati in den entscheidenden Momenten ausschöpfen können.

Frankreich ohne Ribéry noch besser?

Video «Fussball: WM ohne Franck Ribéry» abspielen

WM ohne Franck Ribéry («sportaktuell», 6.6.2014)

0:21 min, vom 6.6.2014

Frankreich dürstet nach der WM 2010 und dem letzten Gruppenplatz auf Revanche. Nationaltrainer Didier Deschamps hat nach einem durchzogenen Start in seine Amtszeit den Rank gefunden und vor der Endrunde überzeugende Testspiele abgeliefert. Auch ohne den verletzten Star Franck Ribéry ist Frankreich in dieser Form Favorit auf den Gruppensieg und hat alle Möglichkeiten, lange in Brasilien zu bleiben.

Ecuador mit «Heimvorteil» in die Achtelfinals?

Trainer Reinaldo Rueda kennt die Gegner: Honduras coachte er vor 4 Jahren in Südafrika und traf dort auf die Schweiz. Mit Ecuador hat Rueda gute Chancen auf die zweite WM-Achtelfinal-Qualifikation nach 2006. Die homogene, kampfstarke Equipe kennt das südamerikanische Umfeld, auch wenn der Höhenvorteil in Brasilien wegfällt. Auf den schnellen Flügel Antonio Valencia muss die Schweiz aufpassen.

Honduras ohne Druck zur Überraschung?

Honduras wartet vor seiner 3. WM-Teilnahme noch immer auf den ersten Sieg an einer Endrunde. Dieser Erfolg ist das erklärte Ziel von Trainer Luis Suarez. Fehlende Klasse kompensiert das Team mit harter Spielweise. «Wir werden bis zum letzten Tropfen Blut kämpfen», so Suarez. Das kann zu einem Sieg reichen. Die Qualifikation für die Achtelfinals wäre dann aber schon eine sehr grosse Überraschung.

So schnitt die Schweiz bei ihren 9 WM-Teilnahmen ab

EndrundeAustragungsortPlatzierung
2010SüdafrikaVorrunde
2006DeutschlandAchtelfinals
1994USAAchtelfinals
1966EnglandVorrunde
1962ChileVorrunde
1954SchweizViertelfinals
1950BrasilienVorrunde
1938FrankreichViertelfinals
1934ItalienViertelfinals
Video «Fussball: Ecuador - der unbekannte WM-Gegner» abspielen

Ecuador - der unbekannte WM-Gegner

5:20 min, aus sportpanorama vom 1.6.2014

Video «Fussball: Schweizer Gruppengegner Ecuador» abspielen

Besuch bei Ecuador-Coach Rueda

2:43 min, aus FIFA WM – Magazin vom 7.6.2014

Spielplan