Gruppe G: Wiedersehen mit alten Bekannten

In der WM-Gruppe G muss sich Mitfavorit Deutschland gegen Portugal, Ghana und die USA behaupten. Während die Portugiesen in Brasilien wieder zum erweiterten Favoritenkreis gehören, werden Ghana und die USA als starke Aussenseiter gehandelt.

Philippe Lahm versucht Portugals Nani von rechts her kommend den Ball wegzunehmen.

Bildlegende: Den Ball im Visier Deutschlands Captain Philippe Lahm (links) versucht gegen Portugals Nani an den Ball zu kommen. Keystone

Für die deutsche Nationalmannschaft kommt es in der Gruppe G zum Aufeinandertreffen mit alten Bekannten. Zum Duell mit Portugal kam es an drei der letzten vier grossen Turniere, gegen Ghana setzte sich die deutsche Elf vor vier Jahren in Südafrika durch. Und mit Jürgen Klinsmann sitzt ein ehemaliger deutscher Bundestrainer auf der Bank der Amerikaner.

Deutschland, reif für den 4. WM-Titel?

Neben zahlreichen Experten sind sich auch die Buchmacher einig, dass die DFB-Elf in Brasilien zu den ganz grossen Titelanwärtern gehört. Zuletzt klassierte sich das Team von Bundestrainer Jogi Löw an Weltmeisterschaften dreimal hintereinander in den Top 3. Mit 36 Toren aus der Qualifikation sind die Deutschen zudem die torgefährlichste europäische Mannschaft. Trotz dem kurzfristigen Ausfall von Marco Reus und einigen angeschlagenen Spielern wie Bastian Schweinsteiger oder Manuel Neuer wird der Gruppensieg über Deutschland führen.

Portugal, abhängig von Superstar Ronaldo

Bei den Portugiesen dreht sich alles um Cristiano Ronaldo, der nach einer Oberschenkelverletzung rechtzeitig wieder fit zu sein scheint. In der Barrage gegen Schweden schoss «CR7» seine Mannschaft mit 4 Toren im Alleingang an die Endrunde. Zwar ist mit Pepe und Fabio Coentrao auch die portugiesische Defensive hervorragend ausgestattet, andere Schlüsselspieler wie Nani oder Helder Postiga erreichen aber selten ein vergleichbares Niveau.

Ghana, der starke Aussenseiter

Bereits an den vergangenen Weltmeisterschaften bewiesen die «Black Stars», dass man sie auf der Rechnung haben muss. 2006 überstanden sie die Gruppenphase und drangen ins Achtelfinale vor, vier Jahre später scheiterten sie erst im Viertelfinal an Uruguay. Obwohl der Weg ins Achtelfinal diesmal schwierig werden dürfte, könnte die stark besetzte ghanaische Offensive mit Michael Essien, Kevin-Prince Boateng und Asamoah Gyan, mit sechs Treffern bester Torschütze der Qualifikation, durchaus für Spektakel sorgen.

USA, die Überraschungsmannschaft?

Mit der Nicht-Nomination von Rekordtorschütze Landon Donovan sorgte Coach Jürgen Klinsmann, ehemaliger deutscher Bundestrainer, bereits vor der WM für viel Aufsehen. Ob sein Team in Brasilien für ähnlich viel Aufsehen sorgt, hängt massgeblich vom Startspiel gegen Ghana ab. Mit einem Sieg könnte sich die Klinsmann-Truppe in einen Rausch spielen und für Deutschland und Portugal zu einem unangenehmen Gegner werden.

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