Chile 1962: Die «Schlacht von Santiago»

Mit einer Mannschaft aus «Oldies» verteidigte Brasilien in Chile den 1958 gewonnenen WM-Titel. Im Final setzte sich die «Selecao» mit 3:1 gegen die Tschechoslowakei durch. Die WM war geprägt von überhartem Spiel.

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Garrinchas Show im Halbfinal gegen Chile

0:39 min, vom 28.5.2014

Brasilien eliminierte in einem hart geführten Halbfinal Gastgeber Chile; Garrincha, der möglicherweise beste Dribbler aller Zeiten, erzielte wie schon zuvor im letzten Gruppenspiel zwei Tore.

Polizisten müssen schlichten

Schiedsrichter Ken Aston inmitten von Italienern

Bildlegende: Tumultartige Szenen Der englische Schiedsrichter Ken Aston ist mit der Partie Chile - Italien überfordert. Keystone

Chile war schon in der Vorrunde gegen Italien in ein sehr hart geführtes Spiel verwickelt gewesen, das als «Schlacht von Santiago» in die Geschichte einging. Nach 12 Sekunden gab es das 1. Foul, nach 12 Minuten den 1. Platzverweis. Der Italiener Giorgio Ferrini musste von Polizisten vom Platz gezerrt werden.

Es folgten Fusstritte, Faustschläge, die teils in Schlägereien ausarteten, und das Anspucken von Gegnern. Wiederholt musste die Polizei einschreiten.

Schweiz ohne Punktgewinn

Die Schweiz hatte sich durch ein überraschendes 2:1 im Entscheidungsspiel gegen Vizeweltmeister Schweden für die Endrunde qualifiziert. Dort resultierten für das Team aber Niederlagen gegen Chile (1:3), Deutschland (1:2) und Italien (0:3).

Unterkunft im Schulhaus

Von einer professionellen Vorbereitung wie heute war man 1962 noch weit entfernt. Die Schweizer Nati nächtigte nicht etwa in einem Hotel, sondern in einer Schule in Santiago de Chile.

Leibchen wurden aber schon 1962 getauscht, wobei die Spieler die Trikots selber bezahlten, wie Nati-Spieler Heinz Schneiter erklärt: «Bei einer Niederlage, wenn die Siegesprämie wegfiel, blieb so nicht mehr viel übrig».

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