Deutschland 2006: Drei Fehlschüsse und ein Kopfstoss

«Die Welt zu Gast bei Freunden» - unter diesem Motto fand die WM 2006 in Deutschland statt. Während das Sommermärchen für die Gastgeber im Halbfinal ein jähes Ende fand, schaffte die Schweiz im Achtelfinal Historisches.

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Zidane trifft im Final und rastet aus

2:15 min, vom 4.5.2014

Frankreich stiess nach Siegen über Spanien, Brasilien und Portugal bis in den Final gegen Italien vor. In diesem sah Zidane nach einem Kopfstoss gegen Materazzi Rot und fehlte seinem Team im Elfmeterschiessen. Italien siegte und feierte den 4. WM-Titel.

Schweiz versagt aus 11 Metern

Die Nati kam nach einem 0:0 gegen Frankreich sowie den 2:0-Siegen über Togo und Südkorea als Gruppensieger und ohne Gegentor weiter. Im Achtelfinal scheiterte die Schweiz mit Trainer Kuhn nach torlosen 120 Minuten im Elfmeterschiessen jedoch an der Ukraine. Streller, Barnetta und Cabanas scheiterten allesamt. Pikant: Nie zuvor war ein Team an einer WM ohne Gegentreffer ausgeschieden.

«Das schönste Spiel»

Für die Schweizer Spieler war es ein unvergessliches Abenteuer. Nati-Topskorer Alex Frei denkt vor allem an das Spiel gegen Togo zurück, als die Schweizer in Dortmund, angetrieben von fast 60'000 rot-weissen Fans, mit 2:0 gewannen. «Es war vielleicht das schönste Spiel, das wir jemals bestreiten durften», so der heutige Sportchef des FC Luzern.

Auch wenn nach dem blamablen Penaltyschiessen vorzeitig Schluss war, Frei spricht heute in höchsten Tönen von seinen damaligen Teamkollegen: «Es waren alles Top-Charakter, in meinen Augen eine einmalige Generation. Wir hatten soviel Spass und Freude, man konnte denken, wir seien ein afrikanisches Team.»

Sommermärchen endet bitter

Die bestens organisierte WM in Deutschland bleibt generell in positiver Erinnerung. Die Gastgeber boten tollen Offensiv-Fussball. Der Traum vom Titel platzte im Halbfinal aber nach einem 0:2 n.V. gegen den späteren Weltmeister Italien.

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