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FIFA WM 2014 Neymar rettet Brasilien schon am Starttag

Welch' WM-Auftakt für Neymar da Silva Santos Junior! Der Jungstar Brasiliens führte die Selecao im Eröffnungsspiel gegen Kroatien zum Sieg. Doch der Weg zum erhofften 6. Titel dürfte steiniger werden als von den Fans erhofft.

Legende: Video Statements von Neymar und Luiz abspielen. Laufzeit 0:25 Minuten.
Aus FIFA WM 2014 live vom 13.06.2014.

Glorreich war der Sieg nicht. Ein Tor via Pfosten, ein geschenkter Penalty und ein Konter in der Nachspielzeit, kurz nach dem Beinahe-Ausgleich der Kroaten - das nackte Resultat (3:1) täuscht darüber hinweg, dass der WM-Gastgeber noch auf der Suche nach seiner Bestform ist.

Schwierige Phase nach dem 0:1

Nach frühem Rückstand gelang Neymar die Wende. «Mit 2 Toren in die WM zu starten, macht mich enorm zufrieden, aber das Wichtigste zum Auftakt war der Sieg», so der 22-Jährige, den viele Beobachter als möglichen Topstar der WM sehen.

Legende: Video Eigentor Marcelo abspielen. Laufzeit 0:52 Minuten.
Aus FIFA WM 2014 live vom 12.06.2014.

Der sonst schon enorme Druck auf die Spieler muss sich nach 11 Minuten ins fast Unerträgliche gesteigert haben, als Marcelo sein Team in Rücklage brachte.

«Wir haben nach dem Rückstand sehr gelitten», gab Verteidiger-Kollege David Luiz zu. «Aber solche Dinge wie das Eigentor geschehen im Fussball.» Schon Keeper Julio Cesar hatte direkt nach dem Fauxpas Marcelo solidarisch über den Kopf gestrichen.

Arbeit vor Ballzauber

Und dann erkämpfte sich Brasilien das 1:1 richtiggehend. «Wir haben während des Spiels viel gearbeitet, um das erste Tor zu erzielen», so Luiz. «Danach hat es doch noch mit dem Sieg geklappt.»

Ein brasilianischer Erfolg durch Solidarität und Arbeit statt mit 90 Minuten Ballzauber - das dürfte die grosse Lehre für die brasilianischen Fans gewesen sein. Und eine weitere: Glück und der Schiedsrichter entscheiden über Sieg oder Niederlage manchmal mit.

Legende: Video Der umstrittene Penaltypfiff abspielen. Laufzeit 0:35 Minuten.
Aus FIFA WM 2014 live vom 13.06.2014.

Kovac: Erfuhren keinen Respekt

Kroatien muss sich trotz der Startniederlage nicht verstecken. Dem Team sind in den weiteren Gruppenspielen gegen Mexiko und Kamerun durchaus 6 Punkte zuzutrauen.

Trainer Niko Kovac haderte nach dem Spiel mit dem Schiedsrichter. «Wir hören besser auf und fahren nach Hause. Das FIFA-Logo ist Respekt, Respekt für beide Teams. Wir haben heute keinen erfahren».

Der Ex-Basler Ivan Rakitic sagte: «Es ist vor allem schade, dass wir schon bei der WM-Eröffnung über Schiedsrichter-Fehler diskutieren müssen. Wir können stolz sein, es war ein gutes Spiel, und wir hätten mehr verdient gehabt.»

11 Kommentare

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  • Kommentar von marcia huembeli, lüscherz
    ja,ja jetzt heisst es bereits in der hauptausgabe der tagesschau " geschenkter sieg für die gastgeber durch geschenktes penalty". zwar finde ich den penalty entscheid sehr hart, aber zum glück hat brasilien noch 2 "rechtmässige" goals geschossen und noch 1 den kroaten "geschenkt". dem schiedsrichter bleibt keine zeit die aktion in zeitlupe anzuschauen. er muss sofort entscheiden und dies hat er getan! und ob das spiel einen anderen sieger oder nicht hervorgebracht HÄTTE, sind nur hypothesen!
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  • Kommentar von Philipp Borer, Auenstein
    Rakitic sollte vielleicht etwas selbstkritischer sein. Ausser die erste viertel Stunde und dann die Halbchance in der 90 Min. vor der Entscheidung, hatte Kroatien nach vorne nicht viel zu bieten. Nur dem Schiedsrichter die Schuld für die Niederlage geben ist etwas billig. Trainer Kovac soll sich vielleicht die Frage stellen ob er den richtigen Torwart nominiert hat. So einen Fliegenfänger habe ich noch selten gesehen. Der Moderator hat es richtig gesagt, dynamisch wie eine Bahnschranke.
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    1. Antwort von Hans Meier, Zürich
      Der falsche Elfmeter hat das weitere Spielgeschehen zweifellos beeinflusst, weil die Kroaten dann dem Rückstand hinterherrennen mussten. Der Schiedsrichter hatte gemäss ZDF Mediathek klare Sicht auf die Situation.
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  • Kommentar von Silberling, Silberland
    Jetzt weiss die bras. Bevölkerung wenigstens wofür die ganzen Mia Steuergelder verschleudert wurden. Schiris sind halt teuer. Wenn man sowas durchlässt kann man auch eine Winter WM in Katar machen...Jetzt ists egal....FIFA die Schande der Schweiz.
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    1. Antwort von YB forever, Wankdorf
      Wieso Schande der Schweiz? Schande der Welt, sollte es heissen. Die FIFA ist ein Weltverband und umfasst die Verbände aller Länder und somit sind auch alle an diesem Verein beteiligt und verantwortlich. Dass die FIFA ihren Sitz in CH hat und diesem Verein zur Zeit auch noch ein Schweizer vorsteht, ist unglücklich. Aber die Schweiz bzw. die Schweizerinnen und Schweizer identifizieren sich sicher nicht damit - weder mit dieser Institution als solcher noch mit deren Präsidenten.
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    2. Antwort von Silberling, Silberland
      @YB: Da hast schon recht. Es geht mir auch mehr darum, dass die Wahrnehmung von ausserhalb sich negativ auf das Schweizer Image auswirkt. Aber unser Land hat auch eine gewisse Verantwortung wenn man so einen "Weltverband" beherbergt.
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