Rodriguez: Der neue Valderrama macht Falcao vergessen

Nach dem WM-Out des kolumbianischen Superstars Radamel Falcao lastete der ganze Druck auf James Rodriguez. Der 22-jährige Shootingstar ist damit aber bisher bestens zurechtgekommen und spielte eine überragende Vorrunde.

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Die WM-Tore von James Rodriguez

1:58 min, aus FIFA WM 2014 live vom 27.6.2014

Es war die grosse Schock-Nachricht für Kolumbien anfangs Juni: Was sich monatelang abgezeichnet hatte, bewahrheitete sich kurz vor dem WM-Start. Superstar und Hoffnungsträger Radamel Falcao musste für die Endrunde in Brasilien Forfait erklären.

In den Gruppenspielen brilliert

Die Fussball-Depression in Kolumbien verflog jedoch schnell, genauer gesagt am 14. Juni mit dem 1. Auftritt der «Cafeteros» und deren Shootingstar James Rodriguez. Der Offensivspieler von der AS Monaco ist bisher der überragende Akteur im Team von Jose Pekerman. In seiner Heimat wird er bereits als der neue Carlos Valderrama gefeiert.

Dreh- und Angelpunkt im Team

Rodriguez, der 2013 für 45 Millionen Euro von Porto zu den Monegassen gewechselt hatte, traf bereits im Auftaktspiel gegen Griechenland (3:0), beim 2:1-Sieg über die Elfenbeinküste erzielte er das Führungstor. Die Gala folgte gegen Japan, als er nach der Pause eingewechselt wurde, die beiden Treffer von Jackson Martinez vorbereitete und zum 4:1-Endstand traf. In 2 von 3 WM Partien wurde der 22-Jährige zum «Man of the match» gewählt.

Rodriguez ist der Dreh- und Angelpunkt in Kolumbiens Offensivspiel, das wird im Achtelfinal gegen Uruguay kaum anders sein. Ihm ist es zu verdanken, dass sich die Südamerikaner mit dem Punktemaximum erstmals seit 24 Jahren wieder für die K.o.-Phase einer Weltmeisterschaft qualifiziert haben.

Carlos Valderrama.

Bildlegende: Das Idol Carlos Valderrama mit seiner unverkennbaren Frisur. EQ Images

«Valderrama war mein Held»

Nach dem WM-Out von Falcao lastete der ganze Druck auf Rodriguez, der bisher damit aber bestens zurecht gekommen ist. «James ist der Spieler, der Kolumbien viele Jahre gefehlt hat. Er hat das Potenzial, um der beste kolumbianische Fussballer aller Zeiten und vielleicht einer der besten der Welt zu werden», lobte ihn Valderrama.

Diese Lobeshymne seines «Helden» dürfte Rodriguez besonders schmeicheln. «Ich bin stolz, seine Rückennummer 10 tragen zu dürfen. Schon als Junge habe ich Carlos verehrt und wollte immer so sein wie er», schwärmte Rodriguez. Punkto WM-Tore (3:1) und spielerischen Fähigkeiten hat er sein Idol bereits überholt, punkto Frisur hinkt er ihm allerdings noch hinterher.

Sendebezug: SRF zwei, FIFA WM 2014 Magazin, 27.06.2014, 22:20 Uhr

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Vorschau Kolumbien - Uruguay

2:33 min, aus FIFA WM – Magazin vom 27.6.2014

TV-Hinweis

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Verfolgen Sie das zweite Achtelfinal-Duell zwischen Kolumbien und Uruguay am Samstag ab 22:00 Uhr live auf SRF zwei und hier im Livestream.