Benaglio: «Es läuft jetzt nicht alles von alleine»

Auch dank den Paraden von Diego Benaglio konnte die Schweiz ihr Startspiel an der WM in Brasilien gegen Ecuador gewinnen. Der Keeper freut sich über den wichtigen Erfolg, spricht sich aber für eine nüchterne Einordnung des Sieges aus.

Diego Benaglio beim Auswurf.

Bildlegende: Der Rückhalt Nati-Keeper Diego Benaglio. Keystone

Die Stammspieler der Schweizer Nationalmannschaft haben am Tag nach dem Sieg über Ecuador einen freien Tag genossen und die Zeit zur Regeneration nutzen können. Die Ersatzspieler inklusive Haris Seferovic, Schütze des entscheidenden Tores, Admir Mehmedi und Valentin Stocker dagegen absolvierten in Porto Seguro eine kurze, aber intensive Einheit bei sehr hohen Temperaturen.

Als einziger Spieler der Startaufstellung trainierte am Montag auch Keeper Diego Benaglio. Beim Medientermin nach dem Training strich Benaglio noch einmal die psychologische Wichtigkeit des Erfolgs heraus. «Dieser Sieg war für die Moral der Mannschaft enorm viel wert», sagte Benaglio. «In Euphorie verfallen aber werden wir nicht. Wir wissen, dass wir besser spielen können.»

Ein Sieg der gesamten Mannschaft

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Tor von Seferovic gegen Ecuador

0:49 min, aus FIFA WM 2014 live vom 15.6.2014

Die Schlagzeilen nach dem Erfolg vom Sonntag gehörten Valon Behrami mit seiner heldenhaften Aktion in der Nachspielzeit oder den Torschützen Seferovic und Admir Mehmedi. Benaglio stand trotz wichtigen Paraden vorab in der 2. Halbzeit weniger im Fokus. «Das ist für mich unwichtig. Diesen Sieg haben nicht Einzelspieler, sondern die gesamte Mannschaft errungen.»

Das Glück, führt Benaglio weiter aus und meint damit die späte Entscheidung, sollte die Schweiz aber nicht in jedem Spiel herausfordern. Eine Parallele zur WM in Südafrika, wo die Nati das Startspiel gegen Spanien ebenfalls glücklich gewonnen hatte, wollte Benaglio nicht ziehen. «Die Konstellation ist eine andere. Damals besiegten wir den grossen Favoriten, nun den direkten Konkurrenten.»

Am Dienstag voller Fokus auf Frankreich

Lehren aus dem Ausscheiden in Südafrika könne man dennoch ziehen: «Wir wissen nun, dass an einer WM auch nach einem Startsieg nicht alles von alleine läuft», so Benaglio. Dass die Ausgangslage für den Einzug in die Achtelfinals nach dem Erfolg im «Sechs-Punkte-Spiel» gegen Ecuador nun formidabel ist, wollte aber auch der Wolfsburger nicht abstreiten.

Spätestens am Dienstag läuft für die Nati die konkrete Vorbereitung aufs Frankreich-Spiel. Im Training werden wieder sämtliche Spieler mitmachen, angesetzt ist die Einheit um 21.00 Uhr MEZ, also zu jenem Zeitpunkt, an dem am Freitag in Salvador auch das zweite Spiel der Schweiz an der WM in Brasilien angepfiffen wird.

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Spielbericht Schweiz - Ecuador

4:43 min, aus FIFA WM 2014 live vom 15.6.2014