Besser waren die Vorzeichen für die Nati nie

Mit dem Spiel gegen Ecuador startet die Schweiz am Sonntag in die WM in Brasilien. Das Team von Ottmar Hitzfeld hat eine problemlose, eine harmonische Vorbereitung absolviert. Die Ausgangslage für ein erfolgreiches Turnier könnte besser nicht sein.

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Ausblick auf Schweiz - Ecuador

3:52 min, aus FIFA WM – Preview vom 15.6.2014

Eine bessere Vorbereitung auf die WM in Brasilien hätte sich Nati-Coach Ottmar Hitzfeld nicht wünschen können. Die Trainingslager in Weggis und Porto Seguro verliefen nach Plan, die Schlüsselspieler sind allesamt in Form, die Harmonie in der Mannschaft ist, wie vielfach betont wurde, vor dem Auftakt gegen Ecuador hervorragend.

Demonstrative Einigkeit

«Wir haben in den letzten Wochen alles gemacht, um dieses Startspiel zu gewinnen», bestätigt Valon Behrami. Wie zum Beweis erschien der Mittelfeldspieler an der letzten Medienkonferenz vor dem Spiel an der Seite von Captain Gökhan Inler. Der Zwist der beiden Napoli-Spieler ist ausgeräumt, «wir sind gemeinsam hier, weil das Team uns braucht und weil wir uns der Wichtigkeit dieser Partie bewusst sind.»

Die Achtelfinals sind das grosse Ziel der Schweiz, Ecuador wohl der direkte Konkurrent um den Platz an der Sonne. Hitzfeld und seine Spieler nutzten in den letzten Tagen jede Gelegenheit, um auf die Stärken der Südamerikaner hinzuweisen. «Die Favoriten in dieser Gruppe», so Hitzfeld, «bleiben aber Frankreich und wir.»

Neues Selbstvertrauen

Dieses Selbstvertrauen ist neu für eine Schweizer Mannschaft. Die Generation der U17-Weltmeister wurde seit 2011 kontinuierlich ins A-Team eingebaut. Die Mischung zwischen diesen jungen, ambitionierten Spielern und den Routiniers wie Diego Benaglio oder Stephan Lichtsteiner ist geradezu ideal. Der dreijährige Um- und Aufbau der aktuellen Mannschaft soll an dieser WM gekrönt werden.

Die Schweizer Aufstellung ist kein Geheimnis. Das einzige Fragezeichen bleibt die Innenverteidigung, wo erst kurz vor Anpfiff zu erfahren sein wird, ob Johan Djourou oder Fabian Schär neben Steve von Bergen spielt. Vieles spricht aber für Djourou, der zuletzt im Training zur «Stammelf» zählte. Das Mittelfeld mit Inler und Behrami im defensiven Couloir sowie Valentin Stocker, Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka im offensiven Bereich steht, Josip Drmic ist als Stürmer gesetzt.

Auch das Wetter macht mit

«Ecuador-Trainer Rueda wird bei uns nur wenig Schwächen finden», erklärte Hitzfeld am Tag vor dem Spiel. Was als lustiger Spruch gemeint war, ist Beleg für den Glauben in die eigenen Fähigkeiten. «Wir sind gut organisiert, können das Spiel gestalten oder auch schnell aus der Defensive umschalten», zählt Hitzfeld die Schweizer Stärken auf.

Das Wetter spielt am Sonntag mit für die Schweiz: In Brasilia werden angenehme 24 Grad und eine moderate Luftfeuchtigkeit erwartet – perfektes Fussballwetter also. Nun liegt es an Hitzfeld und seinen Spielern, um diese idealen Voraussetzungen zu nutzen. Trotz einer harmonischen Vorbereitung: Die Wahrheit liegt am Sonntag nur auf dem Platz.

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Verfolgen Sie das Startspiel der Schweiz gegen Ecuador am Sonntag ab 17:30 Uhr live auf SRF zwei und im Livestream.