Drmic: «Shaqiri und ich harmonieren gut»

Kleine Massnahme, grosse Wirkung: Wie sich Xherdan Shaqiri und Josip Drmic im Spiel gegen Honduras gefunden haben und zur neuen Offensivwaffe bei der Schweizer Nati geworden sind.

Xherdan Shaqiri und Josip Drmic.

Bildlegende: Verstehen sich gut Xherdan Shaqiri und Josip Drmic. Reuters

Ein kleines Detail hat das Schweizer Offensivspiel verändert. Der Positionstausch von Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka stand am Ursprung des kapitalen Schweizer Sieges gegen Honduras. Shaqiri kam in der zentralen Position hinter der einzigen Sturmspitze, Josip Drmic, wesentlich besser zur Geltung als auf der Seite. Xhaka spielte auf dem rechten Flügel einen soliden Part.

Profitiert von Shaqiris Wechsel ins Zentrum hat in erster Linie auch Drmic. «Xherdan und ich haben auf dem Platz gut harmoniert», freute sich Drmic am Tag nach dem Sieg gegen Honduras. Tatsächlich ergänzen sich die beiden Offensivspieler ideal. Drmics Schnelligkeit und Shaqiris Technik ergeben eine Kombination, die vielen Gegnern Kopfzerbrechen bereiten dürfte.

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Josip Drmic im Gespräch

11 min, aus FIFA WM 2014 live vom 26.6.2014

Räume aufreissen für Shaqiri

Die Umstellung im offensiven Mittelfeld habe für ihn viel geändert, meinte Drmic. «Xherdan ist immer anspielbar, will immer schöne Aktionen kreieren. Und er unterstützt mich sehr gut.» Mit Shaqiri im Rücken hat Drmic nicht nur den Job, Tore zu schiessen. «Räume aufreissen für Xherdan ist ebenso wichtig», weiss Drmic. Er kenne seine Laufwege und wisse, was sein Job sei auf dem Platz.

Besonders hat sich Drmic darüber gefreut, dass Shaqiri nach seinen Toren gegen Honduras sofort zu ihm gerannt ist und sich für die Vorlagen bedankt hat. «Das hat mir gut getan und beweist, dass in unserer Mannschaft der Teamgedanke im Vordergrund steht.» Seine Assists seien ihm wichtig, so Drmic, einzig das ersehnte WM-Tor fehlt dem Stürmer bislang noch.

Auch gegen Argentinien mit neuer Offensivwaffe?

Natürlich hofft Drmic insgeheim, dass Shaqiri auch gegen Argentinien im Zentrum hinter ihm als Spitze aufgestellt wird. «Argentinien ist aber ein anderer Gegner als Honduras. Vielleicht entscheidet sich der Trainer daher für eine neue Massnahme», zeigt sich Drmic bemüht, seinem Coach Ottmar Hitzfeld die Aufstellung nicht zu stark diktieren zu wollen.

Man merkt Drmic aber deutlich an: Das direkte Zusammenspiel mit Shaqiri macht ihm grossen Spass. Und was gegen Honduras derart gut geklappt hat, kann auch im Achtelfinal gegen Argentinien durchaus zur gefährlichen Schweizer Waffe in der Offensive werden.

Sendebezug: SRF zwei, FIFA WM 2014 live, 26.06. 2014 22:00 Uhr & 26.6.2014, 20:00 Uhr.

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Honduras - Schweiz: Die Live-Highlights

5:36 min, aus FIFA WM 2014 live vom 26.6.2014