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Schweizer Nationalmannschaft Gesucht: Ein Partner für Steve von Bergen

Die interessanteste Personalie vor dem Schweizer WM-Startspiel gegen Ecuador betrifft die Innenverteidigung: Wer läuft am Sonntag neben Steve von Bergen auf?

Steve von Bergen (hier beim Test gegen Peru).
Legende: Wer spielt neben ihm? Steve von Bergen (hier beim Test gegen Peru). EQ Images

Lange Zeit schien alles klar: Fabian Schär ist an der WM in Brasilien der Partner von Steve von Bergen in der Schweizer Innenverteidigung. Im internen Testspiel vom Dienstag stellte Coach Ottmar Hitzfeld aber etwas überraschend Johan Djourou neben Von Bergen im Stammteam auf. Wer kommt am Sonntag zum Handkuss? «Ich lasse das bis Samstag offen», sagt Hitzfeld dazu.

Schär: Kreativ, aber fehleranfällig

In der WM-Qualifikation spielte meist Schär an der Seite Von Bergens. Der 22-jährige Ostschweizer hat einen steilen Aufstieg hinter sich, der in diesem Frühling von einer Knieverletzung gebremst wurde.

Schär musste knapp 4 Monate pausieren, ist aber rechtzeitig auf die WM wieder fit geworden. Im Testspiel gegen Peru zeigte Schär eine ansprechende Leistung, beging aber auch 2 gravierende Fehler. Er wäre die offensive, spielerisch kreative Wahl. Einsatzchancen am Sonntag: 40 Prozent.

Legende: Video «Medienkonferenz mit Ottmar Hitzfeld» abspielen. Laufzeit 2:09 Minuten.
Aus FIFA WM – Magazin vom 11.06.2014.

Djourou: Talentiert, aber inkonstant

Als grosses Talent gehandelt, stagniert die Karriere von Djourou seit längerer Zeit. Grund: Mangelnde Spielpraxis, zahlreiche Verletzungen. Zuletzt war Djourou zwar Stammspieler in Hamburg, konnte in einer schwachen Mannschaft aber selten überzeugen.

Eigentlich brächte Djourou alles mit, was ein moderner Innenverteidiger braucht. Er hat ein gutes Stellungsspiel, ist stark bei Kopfbällen und in Zweikämpfen. Seine Qualitäten konnte Djourou zuletzt aber wenig beweisen. Reicht das trotzdem für den WM-Stammplatz? Einsatzchancen am Sonntag: 50 Prozent.

Senderos: Routiniert, aber verletzungsanfällig

Für Philippe Senderos gilt im Prinzip dasselbe wie für Djourou: Aus seinem Talent hat der Romand in den letzten Jahren wenig gemacht. Auch ihm fehlt Spielpraxis, auch er kämpfte mit vielen Verletzungen. Zuletzt einige Einsätze in Valencia und ein guter Auftritt im Test gegen Jamaika.

Senderos hat sich an seinen zwei bisherigen Weltmeisterschafts-Teilnahmen jeweils früh verletzt. Das letzte seiner bisher 5 Nati-Tore ist viereinhalb Jahre her. Er wäre Hitzfelds überraschende Wahl, auch wenn er in den Tagen der Vorbereitung in Weggis und Porto Seguro durchaus zu gefallen wusste. Einsatzchancen am Sonntag: 10 Prozent.

6 Kommentare

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  • Kommentar von cla gisep, thusis
    Schär soll spielen! Wenn er für seine sogenannte "Fehleranfälligkeit" dafür 2 Tore schiesst, geht das sicher in Ordnung,ausser es sind die Stürmer, die für die nötige Anzahl Tore sorgen......Hopp Schwiz!!
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  • Kommentar von Stefan Salzmann, Windisch
    Was ausser Acht gelassen wird, ist: Schär ist was Tore pro Spiele angeht unser Topskorer und das als Verteidiger. Es mag bitter für unsere Nationalmannschaft erscheinen aber er hat im Durchschnitt im Vergleich mit allen aufgebotenen Spielern die beste Torquote.
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  • Kommentar von peter mueller, zuerich
    Stefan Felder unterschätzt Johan Djourou komplett. Jemand mit über 100 Einsätzen in England und nochmals 30 in der Bundesliga ist leistungsmässig Fabian Schär der keine Auslanderfahrung um Lichtjahre überlegen. Schär hat eine komplett schlechte Spieleröffnung langer Pass zum Gegner sorry. Der HSV wäre ohne Djourou abgestiegen ohne wenn und aber. Djourou ist auch im Kopfball klar besser und dies ist gegen Ecuador ganz sicher wichtig. Schär hat zuviel Aussetzer um zum Einsatz zu kommen.
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    1. Antwort von Marc Jandin, Birmenstorf
      Klar was Erfahrung anbelangt ist Djourou sicher weit vor Fabian Schär, man darf aber nicht vergessen das zwischen den beiden ein 5 Jahres Unterschied liegt. Zudem spricht für Schär das er in den letzten zwei Jahren international in der Champions- und Europaleague spielen konnte. Djourou dagegen wurde nur von den Vereinen hin und her geschoben oder war verletzt. Was die Kopfballstärke betrifft muss ich ja nicht viel sagen das hat Schär, mit seinen zwei Toren, in seinem ersten Länderspiel getan.
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    2. Antwort von peter müller, zürich
      Djourou hat seit er in Hannover ab dem 18. Spieltag (Winterpause) angefangen hat praktisch immer im Einsatz gewesen. Hannover und Hamburg sind Basel klar überlegen. Schär hat übrigens in den beiden letzten jahren von 72 möglichen Spielen nur 44 gemacht. Das ist jetzt bei weitem kein überagender Wert. Djourou ist nicht nur erfahrener sondern fussballerisch um 2 Klassen besser.
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    3. Antwort von Hurni hans, Biberen
      Schär ist viel beser als djourou schär ist mit dem kopf stärker und mit fus djourou ist nich so stark
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