Hitzfeld: «Haben eine gute Basis gelegt»

Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld hat sich mit dem 2:0-Sieg der Schweizer Nationalmannschaft gegen Peru mehrheitlich zufrieden gezeigt. Noch einiges an Arbeit machte Torschütze Stephan Lichtsteiner aus.

Wie am Freitag gegen Jamaika mussten sich die Fans in der ausverkauften Luzerner Arena auch im letzten Testspiel vor der WM gegen Peru bis in die Schlussviertelstunde gedulden, ehe die Schweiz in Führung ging.

Es war symptomatisch, dass Stephan Lichtsteiner für das 1:0 besorgt war. Der Aussenverteidiger von Juventus Turin überzeugte einmal mehr mit seinem Kampfgeist und seinen energischen Rushes an der Linie.

Lichtsteiner: «Haben uns zu wenig bewegt»

Dennoch zeigte sich der 30-jährige Luzerner nach der Partie kritisch: «Wir haben noch viel Arbeit vor uns.» Lichtsteiner lobte zwar die Defensive der Peruaner, ortete aber bei der eigenen Mannschaft noch Verbesserungspotenzial: «Wir hatten wenig Platz, haben uns aber auch zu wenig bewegt. Wir standen zu weit auseinander.»

Hitzfeld: «Es war eine gute Willensleistung»

Weniger kritisch äusserte sich Nationaltrainer Ottmar Hitzfeld. «Ich bin erstmal zufrieden, dass wir gewonnen haben.» Zwar räumte er ein, dass sein Team vor dem Führungstreffer Rhythmusprobleme bekundet hatte und dass die Spritzigkeit fehlte. «Peru war schneller am Ball. Aber wir haben uns ins Spiel reingekämpft und eine Willensleistung gezeigt», lobte der Lörracher.

Die fehlende Spritzigkeit begründete er mit den intensiven Trainings. Dennoch verliefen die beiden Tests vor der Abreise nach Brasilien nach Hitzfelds Gusto: «Wir haben in der Schweiz eine gute Basis gelegt. Dass wir zweimal gewonnen haben, ist sicher gut für die Moral. Wir sind auf dem richtigen Weg», lautete sein Zwischenfazit.

Keine Gedanken an den Abschied

Daran, dass es sein letzter Auftritt als Naticoach auf Schweizer Boden war, verschwendete Hitzfeld im WM-Vorbereitungsfieber keinen Gedanken. «Es war ein schöner Abschluss, aber daran habe ich gar nicht gedacht», so der Deutsche. Vielmehr beobachtete er die Spieler, damit dann auch sein Abschiedsturnier nach seinem Geschmack verläuft.