Nati bei WM-Hauptprobe ohne Experimente

In der WM-Hauptprobe gegen Peru will Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld auf Experimente verzichten. Die Schweiz wird am Dienstag im Testspiel in Luzern mit jenen Spielern beginnen, die auch für das WM-Stammteam vorgesehen sind.

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Interview mit Ottmar Hitzfeld zum Peru-Spiel

3:03 min, vom 2.6.2014

Die Zeit der Experimente ist für Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld vorbei. «Die Mannschaft ist nun auf dem Prüfstand», sagt der Lörracher mit Blick auf das Testspiel gegen Peru vom Dienstag. Hitzfeld wird in der Hauptprobe jenen Spielern das Vertrauen schenken, die er auch für das WM-Stammteam vorgesehen hat.

Mit Schär und Von Bergen

In der Innenverteidigung werden Steve von Bergen und Fabian Schär beginnen, im zentralen offensiven Mittelfeld nach den letzten Trainingseindrücken Granit Xhaka. Admir Mehmedi bleibt damit nur die Reservistenrolle. Die übrigen Plätze im Schweizer Team sind ohnehin längst vergeben.

«Nach einer harten Trainingswoche bietet die Partie gegen Peru unseren Spielern eine ideale Gelegenheit, den inneren Schweinehund zu überwinden», führt Hitzfeld aus. Alle Akteure hätten nun die Chance, sich mit einer guten Leistung für die WM aufzudrängen und sich mit einem Sieg Moral für die nächsten Tage zu holen.

Keine Angst vor Verletzungen

Von einer wichtigen WM-Hauptprobe spricht auch Captain Gökhan Inler. «Wir wollen ein seriöses, ein konzentriertes Spiel abliefern», sagt der Solothurner. Den Einsatz wegen Angst vor einer Verletzung zu drosseln, davon hält Inler nichts. «Im Gegenteil. Es ist hinsichtlich Verletzungen gefährlicher, wenn man nur mit 90 Prozent Einsatz spielt.»

Die Nati hat im Trainingslager einen ruhigen, abgeklärten Eindruck gemacht. Die Stimmung im Team passt, der Einsatz der Spieler auch. «Nun müssen wir gegen Peru beweisen, dass wir die Zeit in Weggis gut genutzt haben», sagt Inler. Der Partie käme daher eine grössere Bedeutung zu als dem Spiel gegen Jamaika.

Ehe das WM-Abenteuer der Schweiz mit dem Abflug nach Brasilien am Freitag definitiv startet, sind die Nati-Spieler also noch einmal gefordert. Hitzfeld und Inler wissen: Die durchaus positiven Eindrücke aus der Zentralschweiz lassen sich nur mit einer guten Leistung gegen Peru nach Brasilien retten.

Mögliche Schweizer Aufstellung gegen Peru:
Benaglio; Lichtsteiner, Schär, Von Bergen, Rodriguez; Inler, Behrami; Shaqiri, Xhaka, Stocker; Drmic.

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Testspiel Schweiz-Jamaika, Highlights

3:38 min, vom 30.5.2014

TV-Hinweis

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Verfolgen Sie das Testspiel zwischen der Schweiz und Peru am Dienstag ab 20:00 Uhr auf SRF zwei und im Livestream.