Nati mit geglückter WM-Hauptprobe

Die Schweizer Nationalmannschaft hat den letzten Test vor der WM in Brasilien erfolgreich gestalten können. In Luzern resultierte gegen Peru ein verdienter 2:0-Sieg. Stephan Lichtsteiner und Xherdan Shaqiri trafen für die Gastgeber.

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Schweiz - Peru: Die Highlights

3:53 min, vom 3.6.2014

Peru sollte die Nati auf WM-Auftaktgegner Ecuador einstimmen. Und die letzte Testpartie vor der Endrunde in Brasilien entpuppte sich für die Schweizer Nati wortwörtlich zum Härtetest. Peru nahm - nicht wie Jamaika am letzten Freitag - die Zweikämpfe resolut an und schenkte den Gastgebern nichts.

Viel Einsatz, wenig Kreativität

Die Schweizer hielten dagegen und schonten sich im Hinblick auf die WM nicht. Viel Kampf und Einsatz führen aber nicht zwingend zu guten Torchancen. Diese fehlten denn auch im Schweizer Spiel. Zwar führten sie die feinere Klinge, doch die kreativen, die gefährlichen Aktionen vor dem gegnerischen Tor waren an einer Hand abzuzählen.

Ausgerechnet zu einem Zeitpunkt, als im Spiel der Nati nicht mehr viel zusammenpasste, fiel der Führungstreffer. Stephan Lichtsteiner versenkte in Minute 78 eine Flanke von Ricardo Rodriguez per Kopf. Nun war der Knoten gelöst. 6 Minuten später schob Xherdan Shaqiri - von Gökhan Inler mustergültig eingesetzt - zum 2:0 ein.

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Das 1:0 von Lichtsteiner

0:37 min, vom 3.6.2014

Mehmedi von Beginn weg

Shaqiri war bei seinem Treffer erst 20 Minuten auf dem Feld gestanden. Nati-Trainer Ottmar Hitzfeld hatte überraschenderweise Admir Mehmedi anstelle Shaqiris in die Start-Elf beordert. Eine «reine Vorsichtsmassnahme», wie Hitzfeld vor dem Anpfiff versicherte und beruhigte. Ansonsten schenkte der Lörracher der Elf sein Vertrauen, die dann auch in Brasilien den Stamm bilden dürfte.

Doch diese Mannschaft hatte ihre liebe Mühe mit den aggressiven Peruanern. Bis zum 1:0 blieb ein Freistoss von Rodriguez (23.) lange Zeit der einsame Höhepunkt der Schweizer Offensiv-Bemühungen. Die beste Chance des Spiels verzeichnete Peru in der 41. Minute: Ein Schlenzer von Paolo Hurtado konnte Diego Benaglio mit den Fingerspitzen zur Ecke lenken. Mehr kam aber von den Südamerikanern nicht.

Alle an Bord - Abreise am Freitag

Die Nati kann nun dank den zwei gewonnenen Tests gegen Jamaika und Peru mit dem gewünschten Selbstvertrauen nach Brasilien reisen. Und Hitzfeld kann auf sein gesamtes Kader zählen. Tranquillo Barnetta und Mario Gavranovic, die beide zuletzt angeschlagen waren, kamen gegen Peru noch zu einem Teileinsatz. Nach zwei freien Tagen besammelt sich die Nati nun am Freitag in Zürich und fliegt nach einem Training im Letzigrund am Abend nach Südamerika.