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Schweizer Nationalmannschaft Schweizer Nati von Frankreich überrollt

Die Schweizer Nati hat in Salvador im 2. Gruppenspiel gegen Frankreich eine klare Niederlage erlitten. Das Team von Ottmar Hitzfeld fiel phasenweise komplett auseinander und unterlag 2:5.

Legende: Video Spielbericht Schweiz - Frankreich abspielen. Laufzeit 5:58 Minuten.
Aus FIFA WM 2014 live vom 21.06.2014.

Gross waren die Ambitionen der Schweizer Nati nach dem Last-Minute-Sieg gegen Ecuador zum WM-Auftakt gewesen. Doch stattdessen setzte es für das Team von Ottmar Hitzfeld die höchste Niederlage gegen den Nachbarn seit 1977 ab. Die Schweiz, die mit Admir Mehmedi anstelle von Valentin Stocker und Haris Seferovic statt Josip Drmic begann, bestand den ersten Härtetest nicht.

Frankreich mit Doppelschlag

Schon nach 20 Spielminuten waren die Schweizer Hoffnungen in der Arena Fonte Nova aufs Ärgste geknickt. Die «Equipe tricolore» lag nach einem Doppelschlag in der 17. und 18. Minute mit 2:0 in Front. Zunächst hatte Olivier Giroud, der den Vorzug gegenüber Antoine Griezmann erhielt, per Kopf das 100. WM-Tor für Frankreich erzielt.

Legende: Video Frankreichs Doppelschlag abspielen. Laufzeit 1:01 Minuten.
Aus FIFA WM 2014 live vom 20.06.2014.

Behrami mit Fehlpass

Weniger als eine Minute später kam es knüppeldick für die Schweiz. Beim Wiederanspiel unterlief Valon Behrami ein katastrophaler Fehlpass, der lauernde Karim Benzema fing den Ball ab und leitete zu Blaise Matuidi weiter. Der PSG-Akteur erwischte Diego Benaglio im nahen Eck, wobei der Wolfsburg-Keeper keine allzu gute Figur machte.

Von Bergen mit viel Pech

Es war die unheilvolle Fortsetzung einer Partie, die für die Schweiz schon schlecht begonnen hatte. Nach nur 7 Minuten wurde Steve von Bergen bei einem Zusammenstoss von Girouds Fuss im Gesicht getroffen. Der Innenverteidiger erlitt dabei eine Wunde unter dem linken Auge sowie eine Gehirnerschütterung. Philippe Senderos ersetzte ihn. Nach der Partie entschuldigte sich Giroud bei Von Bergen: «Das war völlig unabsichtlich. Es tut mir leid.»

Legende: Video Benaglio pariert Elfmeter abspielen. Laufzeit 0:48 Minuten.
Aus FIFA WM 2014 live vom 20.06.2014.

Benaglio mit pariertem Penalty

In der Folge liess sich die Schweiz phasenweise vorführen. Zwar parierte Benaglio in der 32. Minute einen von Johan Djourou verschuldeten Foulelfmeter, womit Benzema als 1. Franzose an einer WM einen Penalty verschoss (zuvor 10 Mal erfolgreich). Der Nachschuss knallte an die Latte.

Doch Benaglio konnte sich nicht darüber freuen, musste er doch 3 weitere Male hinter sich greifen: Valbuena (40.), Benzema (67.) und Moussa Sissoko (74.) trugen sich ebenfalls in die Torschützenliste ein.

Immerhin betrieb die Schweiz noch etwas Resultatkosmetik: In der 81. Minute verwandelte der eingewechselte Blerim Dzemaili einen Freistoss direkt, ehe Granit Xhaka 6 Minuten später das 2. Schweizer Tor gelang.

Schweiz mit intakten Chancen

Trotz der hohen Niederlage haben die Schweizer, die am Mittwoch in Manaus im letzten Gruppenspiel auf Honduras treffen, weiterhin Chancen aufs Weiterkommen. Die Ausgangslage ist nach dem Sieg Ecuadors über Honduras aber komplex: Die Schweiz könnte auch mit einem Sieg noch ausscheiden, oder mit einer abschliessenden Niederlage noch weiterkommen - je nach Ausgang des anderen Gruppenspiels Ecuador-Frankreich.

Legende: Video Schweiz - Frankreich: Die Live-Highlights abspielen. Laufzeit 6:13 Minuten.
Aus FIFA WM 2014 live vom 20.06.2014.

152 Kommentare

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  • Kommentar von Pierre Gradwohl, 4054 Basel
    Ich halte mich gegenwärtig in Frankreich auf. Ich war erschüttert vom kläglichen Versagen der Eidgenossen, aber erstaunt, im Bekanntenkreis keinen Marseillaise-Patriotismus sondern eine ausgewogene Beurteilung vorzufinden. Die zwei Schweizer Goals wurden als substantiell, nicht bloss als ornamental gewürdigt, und die grobe, absichtsvolle Verletzung eines Schweizer Verteidigers, wurde, wie auch Martin Ruppert vermerkt, als äusserst strafbar vermerkt: 'Der Fuss gehört nicht auf Kopfhöhe'.
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  • Kommentar von Fux Daniel, 4057 Basel
    Dank der amüsanten und kompetenten Übertragung auf Radio DRS3 von HP Latour & Mitstreiter war die peinliche Niederlage der etwas gar überheblichen Schweizer Nati erträglich(er) und nicht ganz so bitter. Vielen Dank.
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  • Kommentar von achermann, effretikon
    1954 verloen die Deutschen in der Vorrunde gegen die Ungarn 3-8. Dank eines Sieges gegen die Türken qualifizierten sie sich dann doch noch für die Finalrunde. Dort bezwangen sie im Endspiel die Ungarn mit 3-2 ! Die Fans konnten sich nach dem 3-8 am Anfang auch nicht mehr vorstellen, dass sie Weltmeister werden und die Ungarn schlagen. Bin mir deshalb sicher, dass wir im Final gegen die Franzosen besser aussehen werden und das Ding gewinnen!
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    1. Antwort von gerhard Himmelhan, 3904 Naters
      Achermann, sie bringen es auf den Punkt. Die meisten Kommentare sehen den Puck nicht. Wie 1954 die deutsche Mannschaft, haben die CH jetzt einen Strategen, um nicht zu sagen einen Feldherr, einen besseren find`st du nicht. der weiss schon wie die Sache läuft und zu gewinnen ist. Viel Glück
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