Shaqiri: «Das nervt mich gewaltig»

Am Tag der Abreise der Nati nach Manaus hat Xherdan Shaqiri seinen Unmut über die Kritik an seinen WM-Leistungen bekräftigt. Wie das gesamte Team will er gegen Honduras eine Reaktion zeigen.

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Interview mit Xherdan Shaqiri

2:24 min, aus FIFA WM 2014 live vom 23.6.2014

Die Schweizer Nationalmannschaft hat am Dienstagmorgen das letzte Training in Porto Seguro vor der Abreise nach Manaus absolviert. Valon Behrami sprach von einer intensiven Einheit, die ihm ein gutes Gefühl gegeben habe. «Jeder ist für den Mitspieler gegangen, ich habe ein echtes Team gespürt in diesem Training», sagte der Mittelfeldspieler.

Den Teamgedanken betonte auch Xherdan Shaqiri, in einem anderen Zusammenhang allerdings. Der Bayern-Spieler fühlt sich im Vergleich zu seinen Mitspielern zu stark kritisiert. «Es hängt nicht immer alles von mir ab», liess Shaqiri Dampf ab. «Ich bin genau gleich wie meine Teamkollegen. Es nervt mich grausam, dass über mich kritischer geschrieben wird als über andere.»

Vertrauen der Mannschaft zentral

Klar sei er mit seiner Leistung gegen Frankreich nicht glücklich, meinte Shaqiri weiter. «Gegen Ecuador allerdings war ich viel unterwegs, habe Chancen kreiert. Klar, das Tor hat gefehlt, mit meiner Leistung dort war ich insgesamt aber zufrieden.» Er spiele nicht für sich, sondern nur für die Mannschaft. «Und dass das Team dieses Vertrauen in mich hat, das ist das Wichtigste für mich.»

Vor seinem kleinen Gefühlsausbruch äusserte sich Shaqiri über seine Erwartungen an das Honduras-Spiel. Eine offensive Partie erwarte er, sagte der Flügelspieler. «Im Vergleich zum Frankreich-Match müssen wir schneller nach vorne spielen, mehr auch über die Seite kommen. Nach Flanken haben wir in der Vergangenheit viele Tore erzielt.»

Nun eine Reaktion gefordert

Überheblich habe er die Nati gegen Frankreich nicht wahrgenommen. «Was aber stimmt, ist, dass wir in beiden bisherigen WM-Partien nicht bereit waren und speziell in den ersten Halbzeiten unser Können nicht abrufen konnten.» Er erwartet gegen Honduras deshalb eine Reaktion der gesamten Mannschaft. «Nun müssen wir Charakter zeigen», forderte Shaqiri.

Am Dienstagnachmittag machte sich die Nati auf die Reise nach Manaus. Der Flug in die Amazonas-Metropole dauert gut 4 Stunden. Am Mittwoch steht für das Team von Ottmar Hitzfeld in der neu gebauten Arena das Abschlusstraining auf dem Programm. Dann werden die Nati-Cracks auch erstmals Bekanntschaft machen mit den speziellen klimatischen Bedingungen in Manaus.

Sendebezug: SRF zwei, FIFA WM 2014 live, 20.06.14 21.00 Uhr

Pitana leitet Schweiz-Honduras

Pitana leitet Schweiz-Honduras

Der Schiedsrichter im entscheidenden Gruppenspiel der Schweizer gegen Honduras in Manaus heisst Nestor Pitana. Für den Argentinier wird es bereits der 3. Einsatz in Brasilien sein. Der 39-Jährige hat bereits Russland - Südkorea (1:1) und USA - Portugal (2:2) geleitet.

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