Shaqiri: «Teamgeist ist besser als in Südafrika»

Xherdan Shaqiri gehört zu den grossen Schweizer Hoffnungsträgern für die WM in Brasilien. Vor dem Testspiel gegen Peru spricht der 22-Jährige über seine Rolle bei den Bayern und in der Nati sowie über die positive Stimmung in der Schweizer Mannschaft.

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Interview mit Xherdan Shaqiri

2:47 min, vom 2.6.2014

Die Saison mit Bayern München ist für Xherdan Shaqiri unglücklich verlaufen. Gleich drei muskuläre Verletzungen warfen den Flügelstürmer immer wieder zurück. Auf 17 Einsätze kam der 22-jährige Schweizer in Münchens Star-Ensemble in dieser Spielzeit, das sind 9 Partien weniger als im Jahr zuvor.

Dass 13/14 ein Schritt zurück war in der Entwicklung des grössten Schweizer Talents, findet Shaqiri aber nicht. «Ich habe in der letzten Saison mehr Tore geschossen als im Jahr zuvor, obwohl ich weniger Einsätze hatte. Das zeigt, dass ich mich spielerisch weiterentwickelt habe und stärker geworden bin.»

Zukunft bei den Bayern weiter offen

6 Tore erzielte «Shaq» für die Münchner, traf also in jedem dritten Spiel - eine respektable Quote. Ob Shaqiri seine Zukunft weiter bei den Bayern sieht, bleibt trotzdem ungewiss. «In den beiden letzten Jahren war ich bei den Bayern Ergänzungsspieler. Dass ich in Zukunft mehr spielen will, steht für mich ausser Frage.»

Vom Mitläufer bei den Bayern wird Shaqiri in der Nationalmannschaft zum grossen Star. Einige Zeitungen verstiegen sich gar zur Behauptung, dass die Schweiz nur mit einem Shaqiri in Hochform die WM-Gruppenphase überstehen könne. Diesen Druck spürt der 22-Jährige nicht. «Die Nati ist nicht von mir abhängig. Dieses Team hat die Qualität, jeden Spieler zu ersetzen.»

«Die Mischung in der Nati ist ideal»

Er traue der Schweiz eine starke WM zu, das Überstehen der Gruppenphase sowieso, danach sei vieles möglich. «Die Mischung zwischen jungen und älteren Spielern ist ideal, die Mannschaft hat sich in den letzten Jahren qualitativ enorm weiterentwickelt.» Und im Vergleich zur WM 2010 in Südafrika sei der Teamgeist wesentlich besser.

Durch seine Verletzungen hat Shaqiri noch immer etwas Trainingsrückstand. «Im Testspiel gegen Jamaika konnte ich schmerzfrei spielen und ich glaube, dass man mir die Spielfreude vor allem in der ersten Halbzeit auch angesehen hat.» Bei 100% seines Leistungsvermögens sei er zwar noch nicht, «bis zum ersten WM-Spiel werde ich meinen Rückstand aber aufgeholt haben», verspricht Shaqiri.

TV-Hinweis

TV-Hinweis

Verfolgen Sie das Testspiel zwischen der Schweiz und Peru am Dienstag ab 20:00 Uhr auf SRF zwei und im Livestream.