Zum Inhalt springen
Inhalt

Schweizer Nationalmannschaft Viel Lob für tapfere Schweizer

Die Schweizer Nationalmannschaft hat für ihren Auftritt im WM-Achtelfinal gegen Argentinien viel Lob erhalten. Das Team von Trainer Ottmar Hitzfeld kann erhobenen Hauptes nach Hause reisen.

Gut gespielt und trotzdem verloren - die Schweizer Nationalmannschaft verabschiedete sich mit einer starken Leistung von der WM in Brasilien. «Das beste Spiel zum Abschied» titelte der Tages-Anzeiger und meint, dass eine Schweizer Nati wahrscheinlich noch nie so gut gegen einen solchen Gegner wie Argentinien gespielt habe.

«Der Pfosten Gottes»

Viel hatte der Schweiz nicht gefehlt, um sich zumindest ins Elfmeterschiessen zu retten. Zwei Minuten und nach Blerim Dzemailis Pfostenkopfball wenige Zentimeter war das Team von Coach Ottmar Hitzfeld davon entfernt. Die Zeitung Ole taufte den Längsbalken kurzerhand «Der Pfosten Gottes», nachdem 28 Jahre zuvor Diego Maradona mit der «Hand Gottes» Argentinien gegen England zum Sieg geschossen hatte.

«Tapfere Schweizer im Zentimeterpech», lautete die Schlagzeile in der Berner Zeitung. «Die Zeit stand kurz still, die Szene wirkte wie eine Zeitlupe», beschrieb das Blatt den Moment nach Angel Di Marias Treffer zum 1:0 in der 118. Minute.

Es war die entscheidende Szene in einer ausgeglichenen Partie, die «ein Land in Schock» (Walliser Bote) versetzte. Die Medien waren sich einig, dass die Schweiz eine starke Leistung gezeigt hat und sich nichts vorwerfen kann. «Kein Sieg, aber doch gewonnen», lobt die Aargauer Zeitung. «Nach diesem Auftritt verdienen sie keinen Tadel, sondern Lob», urteilt das St. Galler Tagblatt und die Neue Zuger Zeitung schreibt von einem «bitteren Ende eines grossen Auftritts».

Di Maria der gefeierte Held

Auch die ausländischen Medien hoben die aufopfernde Schweizer Leistung hervor. «Eine mehr als ehrenvolle Niederlage» (Frankfurter Allgemeine Zeitung), «Bis zum Gegentreffer hatten Hitzfelds Schweizer alles richtig gemacht» (Berliner Zeitung), «Ein Plan, der perfekt funktionierte» (L'Equipe), «Der Favorit musste mehr zittern, als ihm lieb war» (Krone) und «Die Schweiz ist mit Applaus draussen» (Gazzetta dello Sport) ist in den Nachbarländern zu lesen.

Die argentinische Zeitung Clarin schreibt, dass Argentinien «mit Seele und viel Leid» in die Viertelfinals vorgestossen ist. Die Südamerikaner feiern ihren Helden Angel Di Maria: «Dieses Mal ist es nicht Messi. Di Maria schiesst Argentinien in den Viertelfinal!», jubelt La Razon. «Argentinien hat einen Engel...Di Maria», so die spanische Zeitung AS in Anlehnung auf Di Marias Vorname. Ein Engel, der zusammen mit Messi Hitzfeld definitiv «in Rente» (Die Welt) geschossen hat.

Sendebezug: SRF zwei, FIFA WM live, 01.07.2014, 18:00 Uhr

14 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von Bruno Santoro, Zunzgen
    Schade eigentlich, mit mehr Mut wäre wirklich mehr drin gelegen!
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Jim James, Zürich
    Die Reaktionen auf meinen Kommentar machen Mut. Offenbar bin ich nicht der einzige, der an einen Sieg der Schweiz geglaubt hat. Wer aber jährlich 3 Mio. nach hause schaufelt vor der WM von Geschichte und 7 Hemden spricht und dann 118 Minuten aufs Penaltyschiessen hofft, hat ein ganzes Volk verarscht. Ein solches Spiel konnte man nur verlieren. Gratulation Herr Hitzfeld.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Manuel Merki, Ehrendingen
    Das war eine grosse Leistung der Schweizer Nati. Ihr könnt stolz sein auf euch. Ich bin auf euch stolz. Die ganze Mannschaft incl. Trainer Othmar Hitzfeld hat super gespielt das ganze Spiel lang, gut gekämpft und gut im Team gearbeitet. Macht weiter so.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen