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2:1-Sieg in der 95. Minute Der letzte Schuss aufs Tor rettet Deutschland

  • Toni Kroos hämmert in der 95. Minute einen Freistoss zum 2:1 in die Maschen. Er bügelt damit einen Lapsus aus.
  • Deutschland macht gegen Schweden einen 0:1-Rückstand zur Pause wett und spielt ab der 82. Minute nur noch zu zehnt.
  • Die Gruppe F ist nach dem Lucky Punch der Deutschen wieder offen.

Deutschland ging im 2. Vorrunden-Spiel in Sotschi durch ein Wechselbad der Gefühle. Nach 32 Minuten zeigte die Resultattafel eine Führung für Schweden an. Ola Toivonen erwischte mit einem Lob-Ball den gegnerischen Keeper Manuel Neuer spektakulär. Zu diesem Zeitpunkt wäre der Weltmeister aus dem Turnier ausgeschieden gewesen.

Legende: Video Toivonens Lob zum 1:0 abspielen. Laufzeit 0:41 Minuten.
Aus FIFA WM 2018 Clips vom 23.06.2018.

Doch die DFB-Elf konterte – und zwar unmittelbar nach der Pause, welche bei der Mannschaft neue Kräfte freisetzen konnte. Schon 2 Minuten nach dem Wiederanpfiff war der Ausgleich durch Marco Reus Tatsache. Ein Unentschieden bei Schlusspfiff hätte den Deutschen noch minimale Chancen auf einen Achtelfinal-Einzug gelassen.

Eine Ausgangslage mit viel Brisanz

Deutschland konnte den Kopf aber nochmals aus der Schlinge ziehen. In extremis und gleichermassen mustergültig verwandelte in der 95. Minute Toni Kroos einen Freistoss sehenswert zum 2:1-Endstand. Ausgerechnet Kroos: Denn ein Fehlpass des Real-Leistungsträgers im Spielaufbau hatte Toivonen die Führung für das «Tre Kronor»-Team ermöglicht.

Legende: Video Kroos' Siegtreffer in der 95. Minute abspielen. Laufzeit 0:42 Minuten.
Aus FIFA WM 2018 Clips vom 23.06.2018.

Dank Kroos' Geniestreich liegt Deutschland in der Gruppe F mit 3 Punkten nun gleichauf mit den Skandinaviern. Am Mittwoch (ab 16 Uhr live bei SRF) spielen zeitgleich Südkorea gegen Deutschland und Schweden gegen Mexiko, den verlustpunktlosen Leader. Es kann von einem Finish in dieser Gruppe ausgegangen werden, der so dramatisch werden könnte wie sich die Schlussphase in Sotschi entwickelte.

Ein Umsturz mit Ansage

Dass Deutschland noch die Kurve kriegte, ist einerseits der beispiellosen Winner-Mentalität dieser Auswahl zuzuschreiben. Andererseits zeichnete sich die Wende aber auch ab. Denn die anrennenden Deutschen drückten der gesamten 2. Hälfte den Stempel auf. Die Schweden hatten ihre Abwehr massiert, im Angriff waren sie aber bis auf wenige Ausnahmen inexistent.

Das Löw-Team steckte auch einen Platzverweis nach Gelb-Rot gegen Jérôme Boateng in der 82. Minute weg. 6 Zeigerumdrehungen später folgte dank Mario Gomez' Kopfball eine weitere exzellente Chance, die allerdings Schwedens Keeper Robin Olsen mit einem mirakulösen Reflex zunichte machte. In der 92. Minute beklagte Julian Brandt einen Pfostenschuss. Doch der war noch nicht das Ende der Geschichte. Denn dieses blieb Kroos vorenthalten.

Rudy für Südkorea-Spiel fraglich

Sebastian Rudy steht Deutschland im letzten WM-Gruppenspiel gegen Südkorea am Mittwoch in Kasan möglicherweise nicht zur Verfügung. Er erlitt beim 2:1-Sieg gegen Schweden einen Nasenbeinbruch.

Sendebezug: Laufende WM-Berichterstattung SRF zwei

124 Kommentare

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  • Kommentar von Stephan Roos (SR)
    Danke Herr Kaiser. Schweden hat in der Endabrechnung nicht gut gespielt. Deutschlands Team ist aufgewacht! Bisher kann ich noch wirklich keinen Favoriten für den Titel ausmachen. Mal sehen. Für Schweden wird es schwierig. Aber die Schweiz hat bessere Aussichten. Lets go!
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    1. Antwort von mister Unbekannt (Mr.Unbekannt)
      Für mich übezeugt von den Favoriten im moment ganz klar Belgien am meisten. Die dominieren (auch wenn es kleine gegner sind) das spiel nach belieben, ohne wirklich viel fürs spiel zu tun, so hat man das Gefühl. Einzig in der Abwehr sind sie etwas schwächer. Mal sehen, ob sie dies im Spiel gegen England bestätigen können.
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  • Kommentar von M. Kaiser (Klarsicht)
    Auch das ist D --- -- Nach dem Schlusspfiff schüttelt man sich die Hände und benimmt sich nicht so, kritisierte Andersson. Einige auf der Deutschen Bank hätten sich "in einer Art und Weise" verhalten, die nicht korrekt war, man lässt den Gegner auch in Ruhe trauern, betonte der schwedische Coach. Die Deutsche Mannschaft entschuldigte sich hinterher für ihr nicht sportliches Benehmen bei den Schweden.
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    1. Antwort von Johannes Rösinger (JohMuc)
      Zwei Herr Kaiser... nicht Einige... In der Kabine und online folgte die Entschuldigung die von Schweden auch angenommen wurde. Die Schweizer stellen sich bei Fehlverhalten hinter die beiden Spieler. Irgendeine nette Geste an den Gegener im Nachgang? Nö... So viel zur Mentalität von Serben und Schweizern? Ganz still sein und nicht immer auf andere zeigen.
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  • Kommentar von David Kilchenmann (Davki90)
    Die deutsche Mentalität ist wirklich bewundernswert und sollte als Vorbild angeschaut werden, denn nur wer daran glaubt zu gewinnen, der kann auch gewinnen. Glückwunsch nach Deutschland zu einer grossartigen Wende! So macht Fussball spass.
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    1. Antwort von M. Kaiser (Klarsicht)
      An ihrer Aussage habe ich Zweifel - wenn sie gesehen haben wie Herr Löw vor Wut seine Trinkflasche von sich schleuderte , dann möchte ich kein Beispiel nehmen oder diese Mentalität gar als Vorbild sehen.
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    2. Antwort von Frank Henchler (Fränki)
      Das ist natürlich eine Schande unter dem enormen Druck, mal eine Trinkflasche zu schmeißen.
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