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Ärger nach 1:2 gegen Schweiz Serben deponieren Protestbrief bei der Fifa

Aufgrund eines nicht gegebenen Foulpenaltys gegen die Schweiz steigen die Serben am Tag danach auf die Barrikade.

Der Ärger bei den Serben nach dem 1:2 im 2. Gruppenspiel gegen die Schweiz ist immens. Für sie unhaltbar ist, dass die Unparteiischen nach gut einer Stunde Spielzeit und einem hart geführten Duell von Serbiens Stürmer Aleksandar Mitrovic im Strafraum mit Stephan Lichtsteiner sowie Fabian Schär nicht auf Elfmeter entschieden haben.

Legende: Video Die heikle Strafraumszene in der 66. Minute abspielen. Laufzeit 0:37 Minuten.
Aus FIFA WM 2018 Clips vom 23.06.2018.

Im Nachgang der Partie vom Freitagabend in Kaliningrad verfasste der serbische Fussballverband einen offiziellen Protestbrief an die Fifa. Der Weltverband bestätigte den Eingang eines Schreibens. Detaillierte Angaben über den Inhalt wollte er aber nicht machen.

Bei der Endrunde in Russland gab es bereits Beschwerden mehrerer Verbände über Schiedsrichter, Konsequenzen setzte es keine ab.

Rohrkrepierer wegen Krstajic?

Die teils massiven Äusserungen serbischer Offizieller zu Schiedsrichter Felix Brych könnten aber ihrerseits Konsequenzen haben: Die Fifa hat eine Voruntersuchung gegen Trainer Mladen Krstajic eröffnet.

Krstajic hatte am Tag nach dem Spiel gesagt: «Ich würde ihn (Brych, Anm. d. Red.) nach Den Haag schicken, damit man ihm den Prozess macht, so wie man uns den Prozess gemacht hat.» Er rückte den Unparteiischen damit in die Nähe von Kriegsverbrechern.

Ein Duo bei Brasilien ausser Gefecht

Aus der Schweizer WM-Gruppe E gibt es auch noch News medizinischer Natur, die Brasilien betreffen. Danilo muss bei der «Seleçao» weiter aussetzen, weil er an der rechten Hüfte verletzt ist. Der Manchester-City-Spieler fehlte schon beim 2:0-Sieg gegen Costa Rica. Neu ist Douglas Costas Ausfall. Der Angreifer zog sich gegen die Mittelamerikaner eine Blessur am rechten Oberschenkel zu.

Beide werden die Reise nach Moskau nicht mitmachen. Dort trifft Brasilien am Mittwoch (ab 20 Uhr live bei SRF) zum Vorrundenabschluss auf Serbien.

Sendebezug: Laufende WM-Berichterstattung SRF zwei

55 Kommentare

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  • Kommentar von M. Keller (MK)
    Achtung, liebe CH-Nati. Neben BRA und SRB haben die Costa Rica-ner auch bereits einen Protest an die Fifa vorbereitet. Muss nur noch abgeschickt werden. Nein im Ernst; so eine schwachsinnige WM mit Protestbriefen etc. habe ich noch nie erlebt. Können die heutigen Fussball-Bubis nicht mehr mit Anstand verlieren? Und die Diven wie Neymar, Messi und Co. gehen mir so etwas auf den Sack. Die Frage warum z.B. Messi in der ARG Auswahl spielt sei erlaubt. Unterirdisch, was der für ARG gebracht hat.
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  • Kommentar von Lejla Baltic (Lejla Baltic)
    Warum fühlt man sich wegen einer Geste so provoziert? Ist dieser Massenaufstand wirklich so nötig? Ist da Neid zu spüren? Sind da wirklich alle Serben neutral? Oder schmerzen da alte Wunden? Provokation ist dann erfolgreich, wenn das Gegenüber emotional daran gebunden ist. - Dies stimmt hier stark gegen die Serben.
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  • Kommentar von Lejla Baltic (Lejla Baltic)
    An dieser Stelle frage ich mich; würde Serbien so reagieren wären im Nationalteam der Schweiz „urchige Schweizer“ gegen welche sie verloren hätten? Würde die FIFA so reagieren wäre der Adler ein internes Symbol für Freiheit und Stärke? Dann kommt die Frage, warum unterstützt sie der Capitain „gebürtiger Schweizer“ wenn es eine bewusste Provokation gewesen sein soll (welche anscheinend auf altes Kriegsblut zurückzuführen ist)? Die Fanbase von Serbien in Basel war „mörderisch“ angehaucht! Schwach!
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    1. Antwort von Alex Märki (Alex Märki)
      Ich entnehme Ihrem Namen, dass sie selber aus Ex-Jugoslawien stammen, daher sollten sie bestens Bescheid wissen, wie empfindlich man auf Symbolik reagiert. Wie hätten wir reagiert, wenn ein serbisch-stämmiger Spieler der Nati drei Finger (religiöses Victory-Zeichen) in die Luft hält nach einem Siegtor gegen beispielsweise Albanien? Das wäre genauso politisch und provokant. Und seien sie sich sicher, die Fans der oben genannten Nation, würden auch keine freundlichen "Fangesänge" von sich geben.
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