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Bussen für Nati-Trio Aufatmen bei der Nati: Keine Sperren nach «Doppeladler-Jubel»

Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka und Stephan Lichtsteiner werden nach den Jubelgesten gegen Serbien nicht gesperrt.

Gute Nachrichten für die Schweizer Nationalmannschaft: 2 Tage vor dem abschliessenden Gruppenspiel gegen Costa Rica hat die Fifa-Disziplinarkommission keine Sperren gegen Xherdan Shaqiri, Granit Xhaka und Stephan Lichtsteiner ausgesprochen.

Legende: Video Shaqiri mit dem «Doppeladler-Jubel» nach dem Siegtreffer abspielen. Laufzeit 00:43 Minuten.
Aus FIFA WM 2018 Clips vom 22.06.2018.

Die drei Schweizer kommen mit Geldbussen davon. Xhaka und Shaqiri werden mit je 10'000 Franken gebüsst, Lichtsteiner mit 5'000 Franken. Die Fifa beruft sich in ihrem Urteil auf Artikel 57 des Fifa-Disziplinarreglements und bestraft die drei damit «für unsportliches Verhalten, das den Grundsätzen des Fairplay widerspricht».

«Doppeladler-Jubel» wurde untersucht

Sowohl Xhaka beim zwischenzeitlichen 1:1 als auch Shaqiri beim 2:1 kurz vor Schluss hatten gegen Serbien mit dem albanischen Doppeladler gejubelt. Captain Lichtsteiner hatte sich beim Siegtreffer zum Duo gesellt.

Die Jubelgesten von Xhaka und Shaqiri.
Legende: Der Stein des Anstosses Die Jubelgesten von Xhaka und Shaqiri. Keystone

Auch Serbien gebüsst

Nicht nur die drei Schweizer, sondern auch der serbische Fussball-Verband wurde gebüsst. Und zwar fiel die Busse mit 54'000 Franken sogar noch happiger aus. Grund: Serbische Zuschauer hatten im gleichen Spiel «diskriminierende Plakate» zur Schau gestellt sowie Gegenstände geworfen. Zudem erhielt der Verband noch eine Verwarnung.

Serbiens Coach Mladen Krstajic wird ebenfalls zur Kasse gebeten, er muss 5000 Franken berappen. In seinem Fall hingegen war mit einem WM-Ausschluss gerechnet worden – er attackierte den Schiedsrichter Brych frontal und liess sich zur Aussage hinreissen, man sollte den deutschen Referee vor das UNO-Tribunal in Den Haag stellen.

Sendebezug: Laufende WM-Berichterstattung SRF zwei

265 Kommentare

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  • Kommentar von M. Berger (Mila)
    Enver Gebi, Sie vergleichen Äepfel mit Birnen (um 16:33). Nati-Spieler mit irgendwelchen Hooligans und Medien (bitte welche und was ist mit alb. Medien?) Ich bin höchst erstaunt, wie albanische und schw. Kommentatoren berichten von unsäglich bösen Zurufen im Hexenkessel des WM-Stadions. Also bitte, wie soll man die in diesem Höllenlärm verstehen, zumal die eher auf serbisch rufen. Natispieler haben eine ganz andere Verantwortung ihrem Land gegenüber als unkontrollierbare Zuschauer im Stadion.
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    1. Antwort von Martin Gebauer (Gebi)
      Diese Info habe ich von einem serbischen Kollegen, der im Stadion war und sich für seine Landsleute geschämt hat. Dazu hat er mir auch all den Trash, den die serbischen Zeitungen seit Wochen über Shaqiri und co. schreiben übersetzt. Gezielte Hetze! Und nein, ich bin kein Albaner sondern ein Schweizer mit Deutschen Wurzeln, der einfach Freude am Fussball hat und den vielen Schrott, der hier geschrieben wird, nicht mehr lesen mag. Schönen Abend, ich bin raus...
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  • Kommentar von Nicole J (Lulu22)
    @alex märki: vielen dank! Genau davon spreche auch ich, solidarität für alle, wir haben hier in der schweiz verschiedenste nationen und leben hier friedvoll. Solidarität für alle, nicht bloss 1 nation. Hier leben durchaus auch viele serben, sogar in schweizer UND serbischen fanartikeln unterwegs. Der krieg sollte ein ende haben, grade hier bei uns, wo wir eine andere realität leben. Die schweiz steht für neutralität und multikultur, dies sollte auch auf dem feld so gelebt werden. Fuck racism!
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    1. Antwort von Nicole J (Lulu22)
      Wer nur ein Fünkchen Empathie in sich trägt, überlegt auch mal wie "unsere" serbischen Landsleute sich dabei gefühlt haben, was Serbien dabei gefühlt hat. Natürlich war auch die Provokation ihrerseits nicht fair, doch hier in der Schweiz leben wir in einer anderen Welt. Wir können uns den Schmerz und das Leid BEIDER Seiten kaum vorstellen. Ich bin Schweizerin, aber vor allem Vollblut-MENSCH. Und als Mensch ist JEDER wertvoll!
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    2. Antwort von B. M. (B. M.)
      Wir Schweizer sind nutzenorientiert! Selektiv und doppelmoralisch. Ein Albaner schlitzt Schweizer auf und wir wollen sie alle ausschaffen. Schiessen sie Tore für uns, dann sind sie die einzigen guten Ausländer und alle anderen Barbaren! Man hat in diesem Fall serbischem und albanischem Nationalismus/Rassismus einen sehr fruchtbaren Boden gegeben. Anstatt zu sagen, dass Aktion & Reaktion zu verurteilen ist haben wir aus Opportunismus eine Ethnie verteufelt und eine andere kritiklos verteidigt.
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    3. Antwort von Werner Christmann (chrischi1)
      Nicole: Dieses Friede Freude Eierkuchen haben noch nicht alle verstanden, nur die Naiven. Wenn nach einem Public Viewing in der Schweiz sich Serben und Albaner/Kosovaren verprügeln ist dieses Multikultigeschwätz eben total gescheitert.
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    4. Antwort von Nicole J (Lulu22)
      @werner: hast du schon mal an dir gearbeitet? Konntest du schwere dinge von heute auf morgen loslassen? Wohl kaum, es braucht seine zeit und auch konfrontationen um weiter zu kommen. Und wenn man die schweiz mit konservativeren nationen vergleicht, sind wir mit unserem "multikulitigeschwätz" schon recht weit voran geschritten. Früher warens die Italiener, dann die "jugos", jetzt flüchtlinge usw. Über jahre wachsen wir zusammen, wir erkennen dass wir alle menschen sind. Alle gleich, nur anders.
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    5. Antwort von Nicole J (Lulu22)
      Und naiv ist es zu glauben es gäbe bessere oder schlechtere! Wir kommen und gehen alle mal!
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    6. Antwort von Nicole J (Lulu22)
      Die Liebe ist der Sieger aller Zeiten. Wie viele Kriege gab es in der Geschichte schon? Wie oft erkannten wir, wie dämlich das eigentlich war? Einsteins Definition von Wahnsinn: immer wieder das Gleiche zu tun und ein anderes Ergebnis zu erwarten.
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    7. Antwort von Nicole J (Lulu22)
      Und wenn sich serben und kosovaren nach diesem match an einem public viewing prügeln, zeigt das ja schon dass es eine klare provokation war, und da hast du recht, das hat eben genau nichts mit multikultur zu tun, sondern mit rassismus! Verständnis für 1 Seite aufbringen und ignorieren hilft da niemandem weiter.
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    8. Antwort von Nicole J (Lulu22)
      Und wenn Friede, Freude, Eierkuchen so einfach ist, wieso tuns dann so wenige? Sorry dass da grad so viel kommt, es schmerzt in der Seele dass sich die halbe Nation auf eine Seite stellt und die andere dabei vergisst.
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  • Kommentar von Jürg Brauchli (Rondra)
    Oh, in den USA läuft die von mit vorausgesagte Spendenaktion bereits.
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