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Dank Eigentor und Kuriosum Senegal schockt Polen und rettet die Ehre Afrikas

  • Senegal schockt Polen und gewinnt 2:1.
  • Während der erste Treffer ein unglückliches Eigentor ist, skort Niang auf kuriose Weise zum 2:0. Krychowiaks Anschlusstreffer kommt zu spät.
  • Im anderen Spiel der Gruppe H überrascht Japan gegen Kolumbien.

Das 2:0 von Senegals M'Baye Niang wird dereinst wohl in keinem WM-Rückblick fehlen. Was war passiert? Der 23-jährige Milan-Legionär wollte in der 60. Minute nach einer Behandlungspause an der Seitenlinie ins Spiel zurück. Der Schiedsrichter erteilte ihm die Erlaubnis just in dem Moment, als Grzegorz Krychowiak einen hohen Ball in die eigene Defensive spielte.

Niangs Sprint brachte Polens Verteidiger Jan Bednarek derart aus der Fassung, dass dieser die Orientierung verlor. Auch der übermotiviert aus dem Tor stürmende Keeper Wojciech Szczesny gab eine äusserst unglückliche Figur ab.

Legende: Video Einer ging vergessen: Kurioses Tor von Senegal abspielen. Laufzeit 0:40 Minuten.
Aus FIFA WM 2018 Clips vom 19.06.2018.

Cionek im Pech

In einer an Aufregung äusserst armen ersten Halbzeit war der polnische Innenverteidiger Thiago Cionek zum Pechvogel avanciert. Einen eher harmlosen Abschluss von Idrissa Gueye lenkte er unhaltbar zu Senegals 1:0-Führung ab (37.).

Legende: Video Senegals Führungstreffer gegen Polen abspielen. Laufzeit 0:43 Minuten.
Aus FIFA WM 2018 Clips vom 19.06.2018.

Den Angriff hatte der starke Niang initiiert. Nach 86 Minuten sorgte Krychowiak mit seinem Anschlusstreffer per Kopf noch einmal kurz für Spannung. Letztlich rettete Senegal die Führung über die Zeit.

Während aufseiten Senegals etwa Stürmer Niang ein Lichtblick der Partie war, lieferten diverse Osteuropäer mit verdienten Namen einen unglücklichen bis schwachen Match ab:

  • Vom hochgelobten Sturmduo Robert Lewandowski/Arkadiusz Milik geht über weite Strecken keinerlei Gefahr aus. Der Bayern-Star fällt einzig bei einem Freistoss auf (51.), Napoli-Legionär Milik wird nach diskreter Leistung ausgewechselt (73.).
  • In der Defensive lassen sich die «Weiss-Roten» etliche Male überrumpeln. Das Fehlen des angeschlagenen Kamil Glik fällt zu schwer ins Gewicht. Cioneks Eigentor passt ins Bild der wackligen Innenverteidigung.
  • Jakub Blaszczykowski erlebt ein Jubiläum zum Vergessen: Bei seinem 100. Länderspiel muss «Kuba» nach dem Pausentee angeschlagen in der Kabine bleiben.

Afrikas Ehre gerettet

So konnte dank den «Löwen von Teranga» in der letzten Vorrundenpartie des 1. WM-Spieltags doch noch ein afrikanisches Team gewinnen. Ägypten (0:1), Marokko (0:1), Nigeria (0:2) und Tunesien (1:2) hatten in ihren Startspielen allesamt als Verlierer vom Platz müssen.

Am 2. Spieltag treffen die Senegalesen auf Japan (24.6.). Für die vermeintlichen Gruppenfavoriten Polen und Kolumbien geht es im Direktduell bereits um alles.

Sendebezug: Laufende WM-Berichterstattung, SRF zwei

13 Kommentare

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