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Kampfstark, kompakt, effizient Drei Erkenntnisse aus dem Brasilien-Spiel

Das 1:1 der Schweiz zum WM-Auftakt bestätigt den Trend: Die Nati ist eine solide Mannschaft, die nur schwer zu schlagen ist.

Valon Behrami.
Legende: Nahm die Verwarnung mit Humor Valon Behrami. Keystone
  • 1. Behrami, wie er leibt und lebt: Wer sich Sorgen gemacht hatte, der 33-Jährige sei körperlich nicht mehr auf der Höhe, sah sich getäuscht. Behrami war der Chef auf dem Platz. Seine Duelle mit Neymar gehören jetzt schon zu seinem Vermächtnis. Coach Vladimir Petkovic erkundigte sich mehrmals, ob er ihn auswechseln müsse. Behrami machte weiter. Erst nach seiner gelben Karte ging Petkovic auf Nummer sicher. Gegen Serbien wird er aber wieder auf seinen Abräumer zählen können. Behrami ist aber wie auch Fabian Schär und Stephan Lichtsteiner gelbbelastet: Die nächste Karte zieht eine Sperre nach sich (die gelben Karten werden nach den Viertelfinals gelöscht).
Die RS können wir gleich abschaffen. Behrami wehrt alles ab, was da an Gegner kommt.
Autor: Sascha RueferSRF-Kommentator
  • 2. Die Schweiz, ein unangenehmer Gegner: 10 Fouls alleine an Neymar wurden gezählt (total 19). Die Nati ging also mit der nötigen Härte zur Sache. Und defensiv ist das Petkovic-Team äusserst kompakt. Yann Sommer zu bezwingen, ist kein einfaches Unterfangen. Wie die Spanier waren auch die Brasilianer nur mit einem Schuss aus der zweiten Reihe erfolgreich. Befürchtete man aus Schweizer Sicht nach Philippe Coutinhos Prachtsschuss Schlimmeres, so fing sich die Mannschaft wieder. Fazit: Ein weiterer bestandener Charaktertest. Festzuhalten gilt auch, dass sich die Nati keinesfalls versteckte. 46 Prozent Ballbesitz lassen sich sehen. Gerade im Mittelfeld hatten die Schweizer sogar die Oberhand. Von den letzten 23 Spielen ging nur eines verloren (gegen Portugal).
  • 3. Die unheimliche Effizienz: Die Schweiz ist wahrlich keine Mannschaft, welche sich gegen starke Gegner viele Chancen erarbeitet. Dennoch findet sie in der Regel eine Lücke. Von 2 Schüssen aufs Tor der Brasilianer landete einer im Netz, eine tolle Quote. Goalie Alisson hatte vor Zubers Kopfball eine Statisten-Funktion. Immer wieder liess er während der ersten Halbzeit seine Arme kreisen. Es ging sogar so weit, dass er sich in der Pause warmschiessen liess. 5 Minuten nach Wiederanpfiff war er dennoch bezwungen. Sein (verständlicher) Frust entlud sich an einem roten Ballon, den er mit dem Fuss zerplatzte.

Alisson macht den Ballon platt

Legende: Video Schweiz erkämpft sich Punkt gegen Brasilien abspielen. Laufzeit 1:59 Minuten.
Aus FIFA WM 2018 Clips vom 17.06.2018.

Sendebezug: Laufende Berichterstattung zur WM 2018

3 Kommentare

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