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Konsequenzen nach Adler-Jubel? Gilliéron: «Eine Prognose ist schwierig»

Der SFV-Verbandspräsident äussert sich zum Torjubel Xhakas und Shaqiris. Er rechnet mit einer schnellen Entscheidung.

Legende: Video Gilliéron: «Warten gespannt auf das Urteil» abspielen. Laufzeit 03:00 Minuten.
Aus FIFA WM 2018 Clips vom 24.06.2018.

Der Torjubel von Granit Xhaka und Xherdan Shaqiri im Spiel gegen Serbien ist im Nati-Camp in Togliatti auch zwei Tage später noch ein grosses Thema. Nachdem die Fifa am Samstag wegen des «Doppeladler»-Jubels »ein Verfahren eröffnete, nahm am Sonntag SFV-Verbandspräsident Peter Gilliéron Stellung.

Im Moment kann der Schweizerische Fussballverband nichts weiter tun als abwarten. «Ich habe gelernt, dass ich weder im Fussball noch in der Juristerei Prognosen mache», so der Präsident. Sicher sei, dass die Fifa auch die äusseren Umstände in die Urteilsfindung einfliessen lasse.

Es wäre ein Hammerschlag, wenn die Spieler gesperrt würden.
Autor: Peter Gilliéron

Gilliéron sagte in einer Medienrunde: «Es wäre ein Hammerschlag, wenn die Spieler gesperrt würden.» Er sei denn auch «hoffnungsvoll» was das Urteil angehe, bestätigte er im SRF-Interview. Der SFV rechnet mit einer zeitnahen Entscheidung von Seiten der Fifa. «Erfahrungsgemäss geht das an einer WM sehr schnell», so Gilliéron.

Rückendeckung vom Bundesrat

Xhaka und Shaqiri erhielten nicht nur Rückendeckung vom Verband, sondern auch von bundesrätlicher Stelle. Sportminister Guy Parmelin und Aussenminister Ignazio Cassis verteidigten die Jubelgesten der beiden albanischstämmigen Nationalspieler in der NZZ am Sonntag.

«Wer die aufgeladene Stimmung miterlebt hat, schätzt die Leistung der Schweizer Nati umso mehr und kann verstehen, wenn die Emotionen mit einem Spieler durchgehen», sagte Parmelin, der den 2:1-Sieg der Schweiz vor Ort in Kaliningrad mitverfolgt hatte.

Guy Parmelin (l.) und Peter Gilliéron in Kaliningrad.
Legende: Jubel vor Ort Guy Parmelin (l.) und Peter Gilliéron in Kaliningrad. Keystone

Cassis nannte die Mannschaft ein perfektes Beispiel für die Verschmelzung verschiedener Kulturen. «Ich zweifle nicht, dass man patriotische Emotionen für die Nation empfinden kann, die einen aufgenommen hat, ohne sein Heimatland zu vergessen.»

Sendebezug: Laufende WM-Berichterstattung SRF zwei

76 Kommentare

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  • Kommentar von Hans Anreiner (Hans.Anreiner)
    Stimmt genau und kommt noch dazu, dass genau wegen diesen Gesten, die beiden schon einmal eine Verwarnung von der Verbandsführung erhalten haben. Jetzt den Kopf einziehen, das Ganze sogar noch schönreden und sogar bei einer Wiederholung solcher Gesten nichts tun, zeigt ein bisschen wie das ganze da im Verband funktioniert...
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    1. Antwort von Hanspeter Müller (HPMüller)
      "schon einmal eine Verwarnung"? Es gab ein Gespräch, dass man das nicht mehr tun will. Aber die Verwarnung höre ich jetzt zum ersten Mal. Gehen da nicht ein bisschen die Emotionen mit Ihnen durch?
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  • Kommentar von Mike Murb (Mikem01)
    Einfach nur schade,dass der Sport,der im vordergrund stehen sollte,von der Politik so beeinflusst wird!! Von der FIFA wollen wir gar nicht anfangen zu diskutieren! Politik, Korruption, Intrigen und Geldmacherei!! Es lebe der Fussball, auch wenn es nicht mehr das ist, um was es mal ging!!
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  • Kommentar von Cyrill Meier (Zhswiss)
    Ach die lieben Schweizer immer auf die anderen schauen und "usrüfe" schaut lieber auf euch selber!Ich schäme mich ein Schweizer zu sein und dies nicht wegen den Natispieler sondern wegen den Schweizer "Fans" seit lieber stolz eine so gute Mannschaft zu haben!Wenn ich Shaqiri oder Xhaxa wäre würde ich aus der Nati zurücktreten und dies nur wegen diesen dummen Kommentäre.Ich glaube im Fussball ist nicht wichtig wie man Sing oder feiert sondern wie man spielt !
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