Zum Inhalt springen

Mission Titelverteidigung Sorgen beim Weltmeister

Deutschland hat die Chance, erstmals seit Brasilien 1962 den Titel zu verteidigen. Doch die WM-Vorbereitung lief alles andere als optimal.

Legende: Video Bescheidener Weltmeister vor dem WM-Start abspielen. Laufzeit 1:03 Minuten.
Aus FIFA WM 2018 Clips vom 16.06.2018.

Das letzte Mal, als mit Brasilien eine Nation den Weltmeistertitel verteidigte, war das Fernsehen noch schwarz-weiss und Pelé ein blutjunger Stürmer. Das war 1962.

Besser als 2014?

Seither ist die Titelverteidigung keinem Team mehr gelungen. Deutschland nimmt nun den nächsten Anlauf. Am Talent mangelt es nicht. Ex-DFB-Teamchef Rudi Völler sagte gar: «Die Truppe ist besser als der Weltmeisterkader 2014.»

Doch Talent allein gewinnt keine WM. Das weiss auch Bundestrainer Jogi Löw, der ohne die zurückgetretenen Teamstützen Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger, eine schlagkräftige Einheit bilden muss. Dazu sollte die Vorbereitung auf die WM dienen, doch die war begleitet von Misstönen und schwachen Leistungen.

Schwierige Vorbereitung

Da war die Affäre um die beiden türkischstämmigen Profis Mesut Özil und Ilkay Gündogan, die sich gemeinsam mit dem türkischen Präsidenten Erdogan ablichten liessen. Die Reaktionen in Deutschland fielen heftig aus. In den Testspielen gegen Österreich (1:2) und Saudi-Arabien (2:1) wurden die beiden Leistungsträger von den eigenen Fans ausgepfiffen.

Löw lässt vor der WM-Startpartie gegen Mexiko denn auch offen, ob der normalerweise gesetzte Özil zur Startelf gehören wird. «Er ist einsatzfähig und macht einen guten Eindruck. Es gibt noch zwei, drei Überlegungen, wie die Mannschaft aussehen könnte. Das teile ich erst der Mannschaft mit», so Löw zur Personalie Özil.

Überlegungen, die nach den mediokren Testspielen mit dem Tiefpunkt in Wien auch angebracht sind.

Ich habe keine Schmerzen.
Autor: Manuel NeuerTorhüter deutsche Nationalmannschaft

Und da ist nach wie vor die Frage nach der Form von Manuel Neuer. Der Bayern-Torhüter gab nach einem Fussbruch im Herbst erst im Österreich-Spiel sein Comeback. Immerhin stimmte seine Leistung zuversichtlich. Und er selbst sagte im WM-Trainingscamp: «Ich bin guter Dinge, habe überhaupt keine Probleme und keine Schmerzen.»

Legende: Video Manuel Neuers Klasse in Zahlen abspielen. Laufzeit 2:10 Minuten.
Aus Road to the FIFA 2018 World Cup vom 25.03.2018.

Es ist eine Aussage, die Jogi Löw gerne hört. Für die WM-Titelverteidigung ist er auf seinen Spitzentorhüter angewiesen. Anderseits haben die Deutschen mit Marc-André ter Stegen und Kevin Trapp zwei weitere Weltklasse-Goalies im Kader. Auch auf anderen Positionen ist Deutschland mehrfach sehr gut besetzt. An der Klasse dürfte es also nicht liegen.

Mögliche Aufstellung von Deutschland:

Neuer; Kimmich, Boateng, Hummels, Plattenhardt; Khedira, Kroos; Müller, Özil (Reus), Draxler; Werner.

Live-Hinweis

Verfolgen Sie das WM-Spiel zwischen Deutschland und Mexiko am Sonntag ab 16:30 auf SRF zwei und in der Sport App.

Sendebezug: Laufende WM-Berichterstattung SRF zwei

5 Kommentare

Navigation aufklappen Navigation zuklappen

Sie sind angemeldet als Who ? (whoareyou) (abmelden)

Kommentarfunktion deaktiviert

Uns ist es wichtig, Kommentare möglichst schnell zu sichten und freizugeben. Deshalb ist das Kommentieren bei älteren Artikeln und Sendungen nicht mehr möglich.

  • Kommentar von A. Keller (eyko)
    Ich persönlich würde mir Brasilien als Weltmeister wünschen. Wäre für das geplagte Land bzw. für die Bevölkerung wie Balsam auf die Seele. Fussball in Brasilien, am Puls einer Liebe, die nie aufhört. Fussball eine Art heile Parallel- und Fluchtwelt ausserhalb der Welt der unlösbaren sozialen und politischen Zerreissproben. Aber ich weiss, der Beste mit Glück wird gewinnen, am Ende der WM wissen wir mehr.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Stephan Poetsch (StephanP)
    "Titelverteidigung..." also mal ehrlich, Brasilien, Frankreich, vielleicht Spanien. Das sind die Favoriten, zumal Sane zugunsten von Gomez nach Hause geschickt wurde. Ist Löw selber Schuld.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen
  • Kommentar von Magnus Bender (M.B.B.)
    Özil ist in der Tat aufgrund einer leichten Knieverletzung nicht 100 % fit, wohl aber nah dran, wieder fit zu werden. Die Pfeiffkonzerte haben nichts mit der Aufstellung heute zu tun. Ich verweise auf die Pressekonferenzen der deutschen Mannschaft während der letzten Tage.
    Ablehnen den Kommentar ablehnen