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«Persona non grata» Russland verweigert Dopingexperte Seppelt die Einreise

Der Deutsche erhielt kein Visum. Er deckte den russischen Dopingskandal rund um die Olympischen Spiele in Sotschi auf.

Hajo Seppelt.
Legende: Darf nicht nach Russland reisen Hajo Seppelt. Keystone

Hajo Seppelt wird die WM in Russland nicht vor Ort verfolgen können. Russland verweigert dem Dopingexperten die Einreise, das vom SWR beantragte Visum ist für ungültig erklärt worden.

Das ist für mich kein Zeichen von Respekt vor der Tätigkeit eines investigativen Journalisten, sondern eher dafür, dass man unangenehmen Themen gegenüber lieber die Augen verschliesst.
Autor: Volker HerresARD-Programmdirektor

Der Sender betrachtet dies im Hinblick auf die Berichterstattung über Grossereignisse wie die Fussball-WM als beispiellosen Eingriff in die Pressefreiheit.

Kein Verständnis bei der ARD

«Das ist für mich kein Zeichen von Respekt vor der Tätigkeit eines investigativen Journalisten, sondern eher dafür, dass man unangenehmen Themen gegenüber lieber die Augen verschliesst. Ich kann nur hoffen, dass die politischen Verantwortlichen ihre Entscheidung noch einmal überdenken werden», sagte ARD-Programmdirektor Volker Herres.

Seppelts Film «Geheimsache Doping: Wie Russland seine Sieger macht» hatte die Aufdeckung des russischen Dopingskandals zur Folge.

17 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Imber (Wasserfall)
    Schon interessant, kaum übt man Kritik an oder überführt Russland wie im Staatsdoping schreien gewisse Kommentatoren hier „ USA / der Westen auch!“. Bei Kritik am Westen sagt niemand „ RU auch“. Wahrscheinlich wollen gewisse Leute immer noch weis machen, dass es in RU kein von zuoberst verordnetes Staatsdoping gab. Nur keine Kritik an Russland und Putin, die sind doch immer und überall gut und ehrlich.
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  • Kommentar von Werner Christmann (chrischi1)
    Wieso wird eigentlich dieser Seppelt nicht in Italien, Spanien oder den USA, um nur einige Beispiele zu nennen investigativ? Wer gedacht hat, dass man ihm Russland den roten Teppich ausrollt muss schon sehr naiv sein und sollte sich nun nicht beklagen.
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  • Kommentar von Markus Guggisberg (gugmar)
    Na ja, nachdem Syrien Geschichte ist, soll also gemäss CIA Drehbuch der kalte Kaffee der durch die USA bzw. Wada rasch auf die Doppingliste übernommene Meldonium und damit verbundenen angeblichen Doppingverstössen von Russland wieder auf's Tapet gebracht werden. Just in dem Moment die Fussball Weltzmeisterschaft naht ! Zufall ? Kaum ! Und das hat sich auch schon ein nettes Grüppchen NATO Wichtel, um die öffentliche Meinung in Ihrem Sinne zu beeinflussen !
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    1. Antwort von Walter Rubin (wr)
      Ich komm nicht draus, was Sie da schreiben! Was hat Syrien mit der "Weltzmeisterschaft" zu tun. Wer weltzt sich wo und wie?
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    2. Antwort von Kim Hansson (Freddy Tobler)
      @wr: ob syrienkonflikt oder weltmeisterschaft: beides wird medial genutzt um zu spalten. Einseitige berichtet um die Masse auf die anti russische seite zu ziehen. Die pro-amerikanische Propaganda zieht nicht mehr, also stellt man sich nicht mehr selbst als held hin sondern den gegner als Bösewicht. Kriege und sportliche ereignisse wie olymiaden wurden seit anbeginn für politische propaganda missbraucht. Viele glauben heute noch das die lieben römer den barbarischen germanen den frieden brachten.
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