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Serbien-Analyse Aufgepasst auf Milinkovic-Savic und die Standards

Das Startspiel der Serben gegen Costa Rica hat über gewisse Personalien Aufschluss gegeben.

Mitrovic, Kolarov, Matic, Ljajic und Milinkovic-Savic
Legende: Teamstützen im serbischen Team Mitrovic, Kolarov, Matic, Ljajic und Milinkovic-Savic (von links). Keystone

Das Startspiel der Serben an der WM in Russland gegen Costa Rica hat Antworten auf einige Fragen in der Aufstellung des nächsten Schweizer Gegners gegeben:

  • Sergej Milinkovic-Savic spielt: Der Lazio-Star, der aktuell mit Juventus Turin in Verbindung gebracht wird, stand in der Startelf. Hinter den Spitzen wusste der 1,91 m grosse Mann zu gefallen. Es war erst sein 5. Länderspiel.
  • Aleksandar Mitrovic ist der Stossstürmer, er erhielt den Vorzug gegenüber Aleksandar Prijovic und Luka Jovic. Hier gibt es durchaus Parallelen zur Schweiz. Auch die Serben verfügen über keinen internationalen Top-Stürmer. Mitrovic steht bei Newcastle unter Vertrag, war zuletzt aber an Fulham (Championship) ausgeliehen.
  • Der Captain-Wechsel hat Erfolg. Aleksander Kolarov versenkte den Freistoss zum Sieg.
Legende: Video Kolarov trifft haargenau abspielen. Laufzeit 0:24 Minuten.
Aus FIFA WM 2018 Clips vom 17.06.2018.

SRF-Experte Benjamin Huggel hat Serbiens Auftritt im ersten Gruppenspiel intensiv analysiert. Das sind seine Erkenntnisse:

Die Stärken der Serben:

  • Die Offensive - Huggel: «In der Offensive sind Milinkovic-Savic, Dusan Tadic und Aleksandar Mitrovic die entscheidenden Leute. Die Serben bevorzugen Angriffe flach durch die Mitte in die Zwischenräume zwischen Mittelfeld und Verteidigung. Mitrovic kann den Ball mit dem Rücken zum Tor sehr gut verarbeiten. Damit kann Serbien auch mit hohen Bällen operieren.
  • Milinkovic-Savic - Huggel: «Milinkovic-Savic ist derjenige Akteur, den man mit einer gesunden Aggressivität aus dem Spiel nehmen muss. Man sieht sein Potenzial, defensiv hat er seine Aufgaben aber einige Male vernachlässigt.»
  • Die Standards - Huggel: «Wenn man einen Kolarov hat, sind natürlich auch die Standards eine Stärke.»

Die Schwächen der Serben:

  • Mangelnde Kompaktheit - Huggel: «Sie standen gegen Costa Rica zu weit auseinander. Es gab grosse Räume zwischen defensivem Mittelfeld und Abwehr. Innenverteidiger Nikola Milenkovic hat Mühe, wenn sich der gegnerische Stürmer in den Zwischenräumen bewegt.»
  • Standards - Huggel: «Bei Standards sind die Serben anfällig, die defensive Disziplin geht einigen Spielern ab.»

Serbien hätte zwar hart gespielt, aber nicht überhart. Für die Schweiz sei es wichtig, mehr als 50 Prozent Ballbesitz zu erreichen.

Live-Hinweis

Verfolgen Sie das 2. WM-Spiel der Schweiz gegen Serbien am Freitag ab 19:00 Uhr auf SRF zwei und in der SRF Sport App.

Sendebezug: Laufende WM-Berichterstattung SRF zwei

3 Kommentare

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  • Kommentar von Milan Gasić (Milan Gasić)
    Wünsche einen schönen Match! Denke die Politikfrage wird zu heiss gekocht. Die Spieler sind alles Profisportler, dort wird das ganze ausgeblendet. Blick, 20min und auch die serbischen Medien sollten sich etwas zurückhalten. Vor allem werden in den CH-Medien viele Aussagen aus dem Kontext gezogen (Spieleraussagen der Serben). Das schürt nur Unruhe und ist unnötig, verkauft sich aber leider am besten. Mein Wunsch: 1. Serbien, 2. Schweiz. Der Rest ist egal ;-) Guete Match!
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  • Kommentar von Alexander Ognjenovic (Alex)
    Die Serben spielen viel besser als ich erwartet hätte! Aber natürlich spielen auch die Schweizer viel besser als ich erwartet hätte! Diese Direktbegegnung ist das Schlüsselspiel für beide Teams! Der Sieger aus dieser Begegnung wird mit einem Bein im Achtelfinale stehen!
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    1. Antwort von Legende Goger (Goger die Legende)
      Mit eineinhalb Füssen würde ich sagen. Also hopp schwiz
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