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Wegen «Doppeladler»-Jubel Auch gegen Lichtsteiner Verfahren eröffnet

Nach Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka hat die Fifa auch gegen den Nati-Captain Ermittlungen aufgenommen.

Legende: Video Fifa ermittelt gegen Schweizer Trio – Konsequenzen nicht absehbar abspielen. Laufzeit 01:47 Minuten.
Aus FIFA WM 2018 Clips vom 24.06.2018.

Das WM-Spiel zwischen der Schweiz und Serbien zieht immer weitere Kreise. Zusätzlich zu den bisherigen Untersuchungen gegen Xherdan Shaqiri und Granit Xhaka hat die Fifa nun auch ein Verfahren gegen Stephan Lichtsteiner eingeleitet.

Der Captain der Schweizer Nationalmannschaft hatte beim Torjubel wie seine beiden Teamkollegen die «Doppeladler»-Geste gezeigt. Gegen Shaqiri und Xhaka waren bereits am Samstag Ermittlungen aufgenommen worden.

Gilliéron rechnet mit schneller Entscheidung

Am Sonntagmorgen hatte sich SFV-Verbandspräsident Peter Gilliéron zur Angelegenheit geäussert. Zu diesem Zeitpunkt war noch nicht klar, dass auch gegen Lichtsteiner ein Verfahren eröffnet wird. Prognosen wollte Gilliéron keine abgeben, sagte jedoch: «Es wäre ein Hammerschlag, wenn die Spieler gesperrt würden.»

Xhaka, Shaqiri und Lichtsteiner könnten gemäss Disziplinarreglement der Fifa wegen «unsportlichem Betragen» belangt werden. Unter Regel 12 ist nachzulesen, dass Torjubel mit «provozierenden, höhnischen und aufhetzenden Gesten» untersagt sind.

«Wer während einer Partie die Zuschauer provoziert, wird mit mindestens zwei Spielsperren und einer Geldstrafe von mindestens 5000 Franken belegt», heisst es in Artikel 54 des Fifa-Disziplinarreglements. Der SFV erwartet einen Entscheid der Fifa bis am Montag.

Auch Krstajic muss mit Strafe rechnen

Ein Verfahren hat die Fifa auch gegen Serbiens Nationaltrainer Mladen Krstajic sowie Verbandschef Slavisa Kokeza eingeleitet. Krstajic und Kokeza hatten mit ihren Aussagen unter anderem über einen nicht gegebenen Elfmeter durch Schiedsrichter Felix Brych für Wirbel gesorgt. Untersucht werden Äusserungen, die Brych mit einem Kriegsverbrecher vergleichen.

Sendebezug: Laufende WM-Berichterstattung SRF zwei

269 Kommentare

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  • Kommentar von Hendrik Schneider (Hendrik)
    Ich würde gerne noch eine kleine Verschwörungstheorie beisteuern: Voraussetzung: Leute, die Millionen mit ihrem Job verdienen (Spieler, Trainer, Berater, Verbände), wissen genau, was sie tun. Sollte das nicht zutreffen, alle sofort feuern! Sollte das zutreffen, dann war die Aktion genau so gewollt! Sog. psychisches Doping: Ausnutzen aller aggressionsfördenden Umstände, um Motivation und Einsatz zu maximieren. Wenn dies bewusst gefödert wurde, ist klar, warum jetzt alle so still sind.
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  • Kommentar von maria begani (_M.B_)
    Ganz ehrlich die Welt han grössere Probleme als jetzt wegen einem Adler zu diskutiren und die Gegner sind auch nicht unschuldig, die haben auch provoziert. Klar wahr es nicht richtig mit den Provokationen aber die kamen von beiden Seiten!
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  • Kommentar von Heidi Morgenthaler (H.Morgi)
    Politik und Gewalt gehört nicht zum Sport. Shaka und Shaqiri sind SCHWEIZER Nationalspieler und sollten sich auch so verhalten auch wenn sie Doppelbürger sind! Der Rütlischwur, am Trikot aufs Schweizerkreuz klopfen oder eine Verbeugung bei den Serben hätte von mehr GRÖSSE gezeigt. Unverständlich die Beteiligung von Lichtsteiner. Als Vorbild für die Jugend sollte die FIFA die Sperre und Geldbusse belegen.
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