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Bachmann: «An der EM reicht diese Leistung nirgends hin»
Aus Sport-Clip vom 24.06.2022.
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Reaktionen zum Testspiel Der berühmte Schuss vor den Bug?

Nach der 0:7-Niederlage gegen Deutschland sitzt die Enttäuschung bei den Schweizerinnen tief. Panik kommt aber nicht auf.

Die Erwartung, dass die Schweizerinnen mit einem Sieg im Gepäck aus Erfurt abreisen, wäre vermessen gewesen. Dass die Frauen-Nati aber gleich eine 0:7-Klatsche hinnehmen musste, kommt zwei Wochen vor dem ersten Gruppenspiel an der EURO einer Ernüchterung gleich.

«Es war ein sehr schweres Spiel für uns. Wir hatten kaum Torchancen, konnten den Ball nach vorne nicht halten», fasste Ramona Bachmann die Partie zusammen. Die Stürmerin konnte sich so gut wie gar nicht in Szene setzen, sah kaum je einen Ball. Die Enttäuschung war der PSG-Söldnerin ins Gesicht geschrieben.

Nach Ausreden wollte Bachmann nicht suchen. Man habe zwei strenge Wochen hinter sich, die 7-stündige Zugfahrt sei sicher nicht optimal gewesen, führte sie ins Feld. Gleichzeitig ist aber auch für sie klar: «Diese Leistung reicht an der EM nirgends hin.»

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Kiwic: «Müssen über die Bücher»
Aus Sport-Clip vom 24.06.2022.
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Auch für Rahel Kiwic war nach Spielschluss klar: «Wir müssen über die Bücher.» Die Gegnerinnen hätten es über die Aussenbahnen und in Überzahl sehr gut gemacht. «Da müssen wir viel schneller verschieben und die Räume zumachen», so die Innenverteidigerin.

Nielsen: «Das wird kein Problem»

Die Schweizer Spielerinnen waren nach der Klatsche in Erfurt sichtlich bedient. Nils Nielsen betrat sogar Neuland. Noch nie hat er als Trainer ein Spiel in dieser Höhe verloren. Von Panik war beim 50-Jährigen dennoch keine Spur zu sehen. «Viele Gegentore kamen ganz einfach zustande. Manchmal haben wir den Ball fast selber ins Tor geschossen», befand er.

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Nielsen: «Konnten etwa 30 Minuten mithalten»
Aus Sport-Clip vom 24.06.2022.
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Der Däne spricht damit die individuellen Fehler an, welche sich die Schweizerinnen geleistet haben. Dem 0:1 war beispielsweise ein Fehler von Luana Bühler vorausgegangen, die sich nach einem Steilpass verschätzte. Beim 0:4 verlor Noelle Maritz im Strafraum den Ball, das 0:7 wurde durch ein Missverständnis von Gaëlle Thalmann und Kiwic ermöglicht.

Die nächsten Spiele der Frauen-Nati:

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  • Testspiel am 30. Juni: Schweiz – England (Zürich)
  • 1. EM-Gruppenspiel am 9. Juli: Portugal – Schweiz (Wigan & Leigh)
  • 2. EM-Gruppenspiel am 13. Juli: Schweden – Schweiz (Sheffield)
  • 3. EM-Gruppenspiel am 17. Juli: Schweiz – Niederlande (Sheffield)

«Das Team wieder aufzubauen, wird kein Problem», ist sich der Nati-Trainer sicher. Und auch die Spielerinnen gaben sich trotz der herben Niederlage kämpferisch. Bachmann kündigte eine Reaktion gegen England an. «Für uns war das ein ‹wake-up-call›, dass wir im nächsten Spiel 3 Schippen drauflegen müssen.»

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Marti: «Vielleicht genau der richtige Zeitpunkt»
Aus Sport-Clip vom 24.06.2022.
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SRF zwei, sportlive, 24.06.2022, 16:40 Uhr;

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4 Kommentare

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  • Kommentar von Yvonne Abt  (YvonnedieDreizehnte)
    Völlig überfordert und überbewertet diese Frauenfussballnationalmannschaft.
    Der Gestrige Auftritt hat nicht wirklich viel dazu beigetragen, dass Frauenfussball in der Schweiz überhaupt eine grössere Plattform kriegen soll.
  • Kommentar von Paul Wagner  (päule)
    Nielsen ist ohne Zweifel ein erfahrener Trainer, der das Spiel versteht und weiss, wo die Baustellen sind. Trotzdem scheint das Team unter ihm schon länger zu stagnieren. Und trotzdem scheinen die Spielerinnen nicht in der Lage zu sein, sich durchzusetzen wenn sie auf Widerstand treffen.
    Ich vermisse vor allem geistige Frische und Handlungsschnelligkeit, aber auch Souveränität und Persönlichkeit bei vielen Spielerinnen. Wälti hat gefehlt, Bachmann ist top, aber keine Leaderin.
  • Kommentar von Paul Wagner  (päule)
    1. Natürlich ist es besser, jetzt so eine Niederlage zu kassieren als an der Endrunde.
    2. Natürlich ist die Schweiz besser als dieses 0:7.
    3. Natürlich ist es richtig, nicht in Panik zu verfallen. Bringt ja nichts.

    ABER, das Ganze nur als Schuss vor den Bug zu sehen, und zu glauben, dass dann schon alles gut wird, ist naiv. Die Schweiz war heute gegen ein absolut durchschnittliches Deutschland ohne den leisesten Hauch einer Chance. Geistig abwesend, zu langsam, zu fehlerhaft und ohne Plan.
    1. Antwort von Frank Henchler  (Die Wahrheit ist oft unbequem)
      Es bringt noch weniger Dinge schönzureden ;) Lernen das Schweizer eigentlich schon in der Grundschule ?