«So eine Chance kriegen wir so schnell nicht wieder»

Die Schweizer Frauen-Nati spielt in Rotterdam um die Teilnahme am Olympischen Fussball-Turnier in Rio. Eine erfolgreiche Qualifkation könnte nicht hoch genug eingeschätzt werden, meinen Spielerinnen und die Trainerin.

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Die Frauen-Nati vor dem Olympia-Qualifikations-Turnier

4:39 min, aus sportaktuell vom 1.3.2016

Los geht es am Mittwoch um 19:30 gegen Gastgeber Niederlande. Am Samstag steht das Spiel gegen Schweden an, zum Abschluss am Mittwoch wartet Norwegen. Nur der Turniersieger darf nach Rio fahren. Soweit die Ausgangslage. Doch noch sind einige Fragen offen:

  • Wie geht man mit der Belastung von 3 Spielen in 8 Tagen um?

Trainerin Martina Voss-Tecklenburg: «Uns bleibt nichts anderes übrig, als von Beginn weg Vollgas zu geben. Am besten gewinnen wir das erste Spiel, das würde die anderen Teams schon etwas unter Druck setzen. Wir werden also nicht taktieren gegen die Niederlande.»

  • Wie stehen die Chancen auf den Turniersieg?
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Voss-Tecklenburg über Startgegner Niederlande

0:17 min, vom 1.3.2016

Stürmerin Lara Dickenmann: «Die Chancen stehen gut. Wir dürfen uns keinen Druck machen, weil wir keinen Druck haben. Wir müssen unser Spiel auf den Platz bringen, dann kommt es gut.»

Voss-Tecklenburg: «Sie sind für alle Teams gleich, 25 Prozent für jeden. Wir müssen den Killerinstinkt auspacken und unser Spiel durchziehen. Dann bin ich der festen Überzeugung, dass wir eine gute Leistung bringen und am Ende dann hoffentlich auch das Ergebnis stimmt.»

«  Es wäre grösser als alles, was ich bisher in meiner Karriere schon erlebt habe. »

Lara Dickenmann
über eine Olympia-Qualifikation

  • Was würde die Olympia-Quali für die Schweiz bedeuten?
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Lia Wälti über eine mögliche Teilnahme am Olympia-Turnier in Rio

0:34 min, vom 1.3.2016

Dickenmann: «Sehr viel, das ist ein riesen Event. Ich habe bisher noch gar nicht gewagt, davon zu träumen. Jetzt, wo sich die Chance bietet, beginnt man schon ein wenig darüber nachzudenken. Es wäre grösser als eine WM und alles, was ich bisher in meiner Karriere schon erlebt habe.»

Mittelfeldspielerin Lia Wälti: «Olympia ist nochmals eine ganz andere Nummer, da will jeder Sportler mal dabei gewesen sein. Da geht es nicht nur um Fussball, es ist viel grösser. Es wäre wunderschön, wenn wir das schaffen könnten. Diese Chance werden wir wohl so schnell nicht wieder kriegen.»

  • Ist der Kunstrasen ein Vorteil?

Wälti: «Wir sind technisch stark, ein Nachteil ist es also sicher nicht. Aber auch die anderen Teams haben schnelle Spielerinnen, was auf Kunstrasen manchmal schwieriger zu verteidigen ist. Grundsätzlich stellt der Kunstrasen sicher, dass die Plätze gut sind, was ich positiv finde.»

Voss-Tecklenburg: «Wenn ich mir die Wetterbedingungen anschaue, ist es gut, dass wir auf Kunstrasen spielen. Wir kennen das, unsere Spielerinnen fühlen sich wohl darauf. Wir haben im letzten EM-Qualispiel gegen Tschechien auf dieser Unterlage sehr gut gespielt. Ich sehe es überhaupt nicht als Nachteil.»

Sendebezug: SRF zwei, «sportaktuell», 01.03.2016, 22:20 Uhr.