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Fussball allgemein Auch SFV unterstützt Infantino

Gianni Infantino hat sein Wahlprogramm vorgestellt, mit dem er am 26. Februar in das Rennen um das Fifa-Präsidium geht. Der Generalsekretär der Uefa erhält breite Unterstützung der europäischen Verbände.

Gianni Infantino argumentiert an PK
Legende: Gianni Infantino Der Kandidat für das FIFA-Präsidium will Weltmeisterschaften mit mehr Teams. Keystone

Der 45-jährige Walliser setzt sich dafür ein, dass die WM um 8 Nationen auf 40 Teilnehmer erweitert wird. Infantino erwägt zudem in seinem Wahlprogramm, dass die WM nicht mehr nur in ein oder zwei Ländern organisiert wird, sondern in einer ganzen Region.

Bislang hatte die WM-Endrunde nur 2002 in zwei Ländern (Japan und Südkorea) stattgefunden. Infantino hatte sich zusammen mit dem inzwischen gesperrten Uefa-Präsidenten Michel Platini auch für die Ausweitung der EM-Endrunde eingesetzt, die 2020 in 13 Ländern ausgetragen wird.

SFV und DFB stehen hinter Infantino

Infantino kann auf die Unterstützung der europäischen Verbände zählen, obwohl sich deren Vertretung zuletzt in der Fifa-Exekutive gegen eine WM mit 40 Teilnehmern gestellt hatte. Auch der SFV portiert Infantino. Der Walliser habe profunde Kenntnisse im Weltfussball, wird Präsident Peter Gilliéron im Interview auf der Verbands-Website zitiert. «Er verfügt als langjähriger Generalsekretär der Uefa zudem über Managementerfahrung, wie sie für die Fifa in der lancierten Phase der Re-Organisation nur von Vorteil sein kann.»

Infantinos Wegzug von Nyon wäre ein grosser Verlust für die Uefa.
Autor: Peter GilliéronSFV-Präsident

Der deutsche Fussballbund DFB hatte Infantino seine Zustimmung noch vor dem SFV zugesichert. Interimspräsident Reinhard Rauball erklärte: «Gianni Infantino ist der Kandidat der Europäer und der beste Bewerber.» Auch zahlreiche Ex-Fussballer wie Luis Figo, der seine Kandidatur zurückzog, stehen hinter Infantino.

Uefa entscheidet am Freitag

Die Uefa legt sich bei ihrer Vollversammlung am Freitag in Nyon auf einen Kandidaten fest. Aber selbst wenn sich die Uefa wie erwartet auf Infantino einigt, dürfte es bei der geheimen Wahl Ende Februar im Lager der europäischen Länder Abweichler geben, die einen anderen Kandidaten wählen.

Neben Infantino wollen sich Scheich Salman bin Ibrahim Al Khalifa (50/Bahrain), Prinz Ali bin Al Hussein (40/Jordanien), Jérôme Champagne (57/Frankreich) und Tokyo Sexwale (62/Südafrika) am 26. Februar zum neuen Fifa-Chef wählen lassen.

Über den Ausgang der Wahl will SFV-Präsident Gilliéron nicht spekulieren: «Ich gebe keine Prognosen ab, da ich Präsident und nicht Prophet bin. Aber so sehr ich mich auf den Fifa-Präsidenten Gianni Infantino freuen würde: Sein Wegzug von Nyon wäre ein grosser Verlust für die Uefa.»

Ist eine WM mit 40 Teams eine gute Idee?

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Sendebezug: Radio SRF 3, Morgenbulletin, 21.01.2016, 08:00 Uhr

9 Kommentare

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  • Kommentar von rené studer, thailand
    zuerst müsste der fifa kolloss so verändert und gestaucht werden das es wieder um fussball geht. die vision von blatter, dass das geld auch bei der jugend weltweit ankommt lebt weiter! das geht nur ohne die vielen pseudo verbandsverantwortlichen in ALLEN länder, welche nur zum abgreifen um den mia. pot schleichen und ihre internationalen Seilschaften hegen,pflegen. darin wird die grösste herausforderung liegen, gegen die korruption. wenn das nicht gelingt, bleibt es wie es ist! egal wieviel team
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  • Kommentar von Philipp, Burgdorf
    Sehr gute Ansätze. Ich finde es eine Sauerei, dass die WM immer nur in einem oder in zwei Ländern stattfindet. Qatar ist masslos überfordert mit so einem riesigen Anlass. Da hatte Sepp Blatter einmal recht;) Für mich ist er der Favorit. Infantino bringt neue Ideen in die FIFA, was man von Sexwale und CO. nicht behaupten kann.
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  • Kommentar von Alberto da Vinci, Prstteln
    Heute wo alles globalisiert wird braucht es keine Nationalmannschafts WM mehr. Eine Liga WM wäre viel besser. Die Mannschaften heissen BL, Serie A, Premier League, Primera Division Auswahl usw. So würde bei der BL Auswahl der Angriff bspw. Lewandowski Aubameyang heissen. Der Weltmeister hat gleichzeitig die beste Liga.
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    1. Antwort von E. Schönbächler, Einsiedeln
      Da bin ich gar nicht Ihrer Meinung. Die Stärke der verschiedenen Ligen kann man schon jetzt sehr genau abschätzen. Die Verbände sollten vielmehr über eine neue Ausländerkontigentierung bei den Clubs nachdenken. Heute spielen z.B. im Europacup Multikulti-Teams gegeneinander deren Spieler sich kaum mit ihren Arbeitgebern identifizieren. Die vielen Wechsel mitten in der Saison sind ein klares Indiz dafür. Und bei einer WM oder EM interessieren sich auch nicht Hardcore-Fans für den Fussball.
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    2. Antwort von Alberto da Vinci, Pratteln
      Herr Schönbächler ich bin zu 100 prozent ihrer Meinung. AC Milan,Fiorentina,Juventus,Napoli,Inter,Lazio und AS Roma hat kein einziger italienischer Stürmer einen Stammplatz. Aus diesem Grund habe ich geschrieben man soll doch die Nationalmannschafts WM verabschieden. Früher hatten wir Topstürmer einer wie Immobile der im Ausland kläglich gescheitert ist hätte vor 10 Jahren niemals ein Nati Aufgebot erhalten. Conte muss auf Mittelmass Stürmer zurück greifen. Italien wird so leider nie mehr WM.
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