Blatter-Nachfolge: Hochkaräter halten sich bedeckt

Am 26. Februar 2016 endet Joseph S. Blatters Ära als FIFA-Präsident. Hochkarätige Kandidaten für die mögliche Nachfolge wagen sich bislang kaum aus der Deckung. Dies sind die Namen, die derzeit kursieren.

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Wer wird Blatters Nachfolger?

3:17 min, aus 10vor10 vom 20.7.2015

Sein Interesse offiziell angekündigt hat bisher erst einer, mögliche Kandidaten für die Nachfolge von Joseph S. Blatter als Präsident des Weltfussballverbands FIFA gibt es aber viele. Seit diesem Montag können Anwärter ihre Kandidatur einreichen, bis 4 Monate vor der Wahl können sie Voten sammeln. Das sind einige der Interessenten, die sich am 26. Februar 2015 zur Wahl stellen könnten:

  • Michel Platini: Der Vorsitzende des europäischen Fussballverbands UEFA gilt als aussichtsreichster Kandidat für Blatters Nachfolge. Offiziell eingereicht hat der ehemalige französische Internationale seine Kandidatur bislang nicht, gemäss der Zeitung L’Equipe wird er sich in den nächsten 10 Tagen entscheiden. Der 60-Jährige verweigert bislang eine Aussage zu seinen möglichen Ambitionen.
  • Zico: Der ehemalige «Seleçao»-Stratege hat zum jetzigen Zeitpunkt als Einziger öffentlich gemacht, für die Nachfolge Blatters kandidieren zu wollen. «Ich fühle mich fähig», so der 62-jährige Brasilianer, dem aber noch die nötige Unterstützung fehlt, um die Kandidatur offiziell einzureichen.
  • Musa Bility: Aus Afrika, dem stimmenkräftigsten Kontinent, hatte zuletzt der liberianische Verbandspräsident seine Kandidatur angekündigt. Er ist im Weltfussball aber ein weitgehend unbeschriebenes Blatt.
  • Chung Mong Joon: Der ehemalige FIFA-Vizepräsident hat gegenüber der Associated Press sein Interesse bekräftigt, ins Rennen um die FIFA-Präsidentschaft zu steigen. Der Südkoreaner sagte, dass ein Nicht-Europäer helfen würde, «frischen Wind» in die FIFA zu bringen.
  • Ahmad al-Fahad al-Sabah: Der Kuwaiter gilt als einflussreicher Strippenzieher und geniesst nicht nur in der arabischen Welt hohen Einfluss. Er könnte aber am von der FIFA geforderten Nachweis scheitern, in 2 der vergangenen 5 Jahre eine aktive Rolle im Fussball innegehabt zu haben.
  • Prinz Ali bin al-Hussein: Der Jordanier, einziger Herausforderer Blatters bei der FIFA-Präsidentenwahl Ende Mai, sagte bislang lediglich, dass er «verfügbar» wäre.
  • Weitere Namen: Das vermeintliche Interesse von Diego Maradona ist wohl als Suche nach Publicity zu werten. Auch Luis Figos Name kursiert wieder. Der Portugiese hatte schon im Mai kandidieren wollen, seine Kandidatur dann aber zurückgezogen. David Ginola hatte schon vor der vergangenen Wahl nicht die nötigen Unterstützerstimmen von 5 FIFA-Verbänden zusammenbekommen.

Sendebezug: SRF 1, 10 vor 10, 20.7.15, 21:50 Uhr