Carrard soll FIFA reformieren

Der frühere IOC-Generaldirektor François Carrard hat sich als Rechtsberater im Weltsport einen Namen gemacht: Nun soll der 77-jährige Schweizer den krisengeschüttelten Fussball-Weltverband FIFA reformieren, als Vorsitzender des Reform-Komitees.

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Carrard als Vorsitzender des FIFA-Reform-Komitees bestätigt

0:17 min, vom 11.8.2015

François Carrard und sein 14-köpfiges Reform-Komitee der FIFA sollen ihre Vorschläge beim Wahl-Kongress am 26. Februar 2016 präsentieren.

«  Als unabhängiger Vorsitzender bin ich verpflichtet, die nötigen Reformen zu liefern. »

François Carrard

Der Lausanner sagte nach seiner Wahl, es sei entscheidend für die Zukunft des Fussballs, dass die Integrität und Reputation der FIFA wiederhergestellt werde. «Als unabhängiger Vorsitzender bin ich verpflichtet, das Paket mit den nötigen Reformen zu liefern», so Carrard.

Unabhängiges Beratungsteam

Carrard kündigte zudem die Gründung eines unabhängigen Beratungsteams an, das «von ausserhalb des Fussballs die Arbeit des Komitees unterstützt und weiteres Fachwissen einbringt».

Erfahrungen mit Korruptions-Skandalen

Als Generaldirektor hatte Carrard als Generaldirektor bereits das Internationale Olympische Komitee (IOC) durch einen Reformprozess geführt. Damals ging es um die Korruptions-Skandale vor den Vergaben der Olympischen Winterspiele 2002, die schliesslich in Salt Lake City ausgetragen wurden.

Sendebezug: Radio SRF1, Nachrichten, 11.08.2015, 17:10 Uhr