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Fussball allgemein Chile siegt 1:0 – Uruguay verliert die Nerven

Chile hat an der Copa America als erstes Team den Halbfinal-Einzug sichergestellt. Die Gastgeber profitierten beim 1:0-Sieg über Uruguay von einem umstrittenen Platzverweis. Am Schluss war der gescheiterte Titelverteidiger sogar nur noch zu neunt.

Chiles Arturo Vidal packt Edinson Cavani unsanft an.
Legende: Eine Rudelbildung Edinson Cavani und Chiles Arturo Vidal liefern sich ein hitziges Wortgefecht. Reuters

Chile dominierte ein hitziges Spiel über weite Strecken und drängte mit schönen Kombinationen immer wieder tief in die uruguayische Platzhälfte ein. Die kompakte Defensive des Gegners bröckelte erst, als dieser sich mit einem Mann weniger zur Wehr setzen musste.

So fand Verteidiger Mauricio Isla in der 81. Minute die entscheidende Lücke und traf zum 1:0. Dieser knappe Erfolg bringt den noch ungeschlagenen Sieger der Gruppe A in den Halbfinal der Südamerika-Meisterschaft. Dort trifft er auf Peru oder Bolivien. Der Traum vom ersten Titelgewinn lebt also weiter.

Cavani mit seinen Gedanken anderswo

Uruguay dagegen hat sich infolge Undiszipliniertheiten und Unkonzentriertheiten auch selber aus dem Rennen genommen. So wurde nach gut einer Stunde Edinson Cavani mit Gelb-Rot bestraft. Nach einer Verwarnung für zu hartes Einsteigen berührte der Starstürmer Gonzalo Jara im Gesicht. Der Chilene liess sich theatralisch fallen, der Platzverweis war umstritten.

Cavani hatte erst am Vortag des Viertelfinals erfahren, dass sein Vater in der Heimat festgenommen worden war. Dieser hatte einen Autounfall verursacht, bei dem ein Motorradfahrer sein Leben verlor.

Sie wollen streiten, sie wollen diskutieren.
Autor: Alexis SanchezChiles Stürmer über den Gegner

Wegen Reklamierens war bei Uruguay kurz vor dem Abpfiff auch noch Jorge Fucile vorzeitig unter die Dusche geschickt worden. Trainer Oscar Tabarez wurde zudem auf die Tribüne verbannt. «Es ist immer das Gleiche mit Uruguay», klagte Chiles Stürmer Alexis Sanchez, «sie wollen streiten, sie wollen diskutieren.»

Sendebezug: Radio SRF 3, Morgenbulletin, 25.06.2015, 06:05 Uhr

5 Kommentare

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  • Kommentar von Fabio Del Bianco, Spiez
    KEINE Tätlichkeit von Cavani, da war nichts. Trotzdem: Reaktionen und Gegenreaktionen dieser Art sind "The Dark Side of Latin-Football". Diskutieren, lamentieren und Schauspieleinlagen jeglicher Art, gehören nun mal zum "Drama Fussball". So unglaublich schön Latinos Fussball spielen können, so unglaublich "dreckig" kann es im zwischenmenschlichen Bereich auf dem Fussballplatz zu und her gehen. Da ich selbst halber Italiener bin, erlaube ich mir diese Umstände, so zu dokumentieren.
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  • Kommentar von Nico, Mayer
    Also eine Tätlichkeit war das sicherlich nicht von Cavani! http://4-4-2.com/fussball/HomePage/TopMenu/Weitere.aspx?shownews=7666 Schauen Sie sich doch mal das an. Wenn es einen Platzverweis hätte geben sollen dann eher umgekehrt.
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    1. Antwort von Nicola S., Zürich
      Nein war es nicht. Aber es war eine Tätlichkeit wenige Sekunden zuvor an Cavani. Der arme Gonzalo Jara, der von Cavini ja so hart ins Gesicht geschagen wurde, steckte nämlich seinen Finger in Cavanis Hintern. Deshalb diese Reaktion von Cavani. Das sich Jara dann noch so fallen lässt, ist das Hinterletzte.
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  • Kommentar von J.Baltensperger, Zürich
    Es sollte dringend eine Regel geben, die er ermöglicht, simulierende Spieler im Nachhinein zu sperren. Sich so fallen zu lassen wegen einer Berührung an der Wange (das war mitnichten eine Tätlichkeit) ist hochgradig unsportlich. 5 Spielsperren. Wetten dieses Verhalten verschwindet? Liebe Männer - nehmt euch ein Vorbild an den Frauen der Frauen WM!
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