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Fussball allgemein Cristiano Ronaldo zum dritten Mal Weltfussballer des Jahres

Der Portugiese Cristiano Ronaldo ist zum dritten Mal nach 2008 und 2013 als bester Fussballer der Welt ausgezeichnet worden. Weitere Ehrungen gingen bei der FIFA-Gala in Zürich an die Deutschen Nadine Kessler und Joachim Löw.

Mit der Rekordmarke von 17 Treffern schoss er Real Madrid zu dem von den Fans so lange ersehnten 10. Champions-League-Triumph. Zudem krönte er sich mit 31 Toren auch zum Torschützenkönig der Primera Division: Cristiano Ronaldo lieferte im Jahr 2014 beste Argumente, um zum dritten Mal nach 2008 und 2013 den Titel des Weltfussballers des Jahres zu gewinnen.

Ronaldo macht Jagd nach Messi

National-Trainer und -Captains sowie Sportjournalisten aus aller Welt zogen den Portugiesen deutlich seinen Konkurrenten Manuel Neuer und Lionel Messi vor. Ronaldo erhielt mehr Stimmen als der Bayern-Goalie und der Barcelona-Stürmer zusammen.

«Ich habe nicht gedacht, dass ich den ‹Ballon d'Or› noch einmal gewinnen würde», erklärte Ronaldo. «Vielleicht hole ich Messi noch ein. Ich habe immer gesagt, dass ich als Bester in die Geschichte des Fussballs eingehen will», gab sich Ronaldo gewohnt wenig bescheiden. Messi hatte die Trophäe in den Jahren 2009-2012 abgeräumt.

Drei Ehrungen gehen nach Deutschland

Neuer blieb es verwehrt, als erster Goalie überhaupt den Titel des Weltfussballers zu erlangen. Gleich drei Landsleute von ihm wurden bei der FIFA-Gala in Zürich hingegen geehrt: Nadine Kessler setzte sich in der Wahl zur Weltfussballerin des Jahres gegen die Brasilianerin Marta sowie die Amerikanerin Abby Wambach durch.

Kessler gewann mit ihrem Klub VfL Wolfsburg im vergangenen Jahr die deutsche Meisterschaft und die Champions League.

Legende: Video «Tor des Jahres: James Rodriguez» abspielen. Laufzeit 0:17 Minuten.
Vom 12.01.2015.

Joachim Löw wurde als Trainer des Jahres ausgezeichnet. Er hatte Deutschland in Brasilien zum WM-Titel geführt. Zudem fiel die Wahl zum besten Trainer eines Frauenteams auf Wolfsburg-Coach Ralf Kellermann. Die beiden Trainer-Auszeichnungen wurden von Ottmar Hitzfeld überreicht.

Rodriguez schoss das Tor des Jahres

In einer Online-Wahl erkor das Publikum den Treffer des Kolumbianers James Rodriguez zum 1:0 in WM-Achtelfinal gegen Uruguay zum schönsten Tor des Jahres. Das Spiel endete nach einem weiteren James-Treffer 2:0.

Wahlresultate FIFA-Gala «Ballon d'Or» für das Jahr 2014

Weltfussballer des Jahres: 1. Cristiano Ronaldo (Por/Real Madrid) 37,66 Prozent der Stimmen. 2. Lionel Messi (Arg/FC Barcelona) 15,76. 3. Manuel Neuer (De/Bayern München) 15,72.

Weltfussballerin des Jahres: 1. Nadine Kessler (De/VfL Wolfsburg) 17,52. 2. Marta (Br/Rosengard Malmö/Sd) 14,16. 3. Abby Wambach (USA/Western New York Flash) 13,33.

Trainer des Jahres. Männer: 1. Joachim Löw (De/Nationalteam Deutschland) 36,23. 2. Carlo Ancelotti (It/Real Madrid) 22,06. 3. Diego Simeone 19,02. - Frauen: 1. Ralf Kellermann (De/VfL Wolfsburg) 17,06. 2. Maren Meinert (De/U19- und U20-Nationalteam Deutschland) 13,16. 3. Norio Sasaki (Jap/Nationalteam Japan) 13,06.

FIFA/FIFPRO WORLD XI (Mannschaft des Jahres). Torhüter: Neuer. - Verteidigung: Philipp Lahm (De/Bayern München), Sergio Ramos (Sp/Real Madrid), David Luiz, Thiago Silva (beide Br/Paris St-Germain). - Mittelfeld: Toni Kroos (De/Real Madrid), Andres Iniesta (Sp/FC Barcelona), Angel di Maria (Arg/Manchester United). - Sturm: Ronaldo, Messi, Arjen Robben (Ho/Bayern München).

Puskas-Preis (schönstes Tor): James Rodriguez (Volleyabnahme beim 2:0-Sieg von Kolumbien im WM-Achtelfinal gegen Uruguay) 42% der Stimmen beim Online-Voting.

Presidential Award (herausragender Beitrag zum Wohle des Fussballs): Hiroshi Kagawa (Jap/Sportjournalist und ehemaliger Fussballer).
Fairplay-Preis: Volunteers der FIFA-Turniere.

Ballon d'Or: Die Preisträger der letzten 20 Jahre

JahrSpieler (Nation)Klub
2015Lionel Messi (Arg)FC Barcelona
2014Cristiano Ronaldo (Por)Real Madrid
2013Cristiano Ronaldo (Por)Real Madrid
2012Lionel Messi (Arg)FC Barcelona
2011Lionel Messi (Arg)FC Barcelona
2010Lionel Messi (Arg)FC Barcelona
2009Lionel Messi (Arg)FC Barcelona
2008Cristiano Ronaldo (Por)Manchester United
2007Kaká (Br)AC Mailand
2006Fabio Cannavaro (It)Juventus Turin / Real Madrid
2005Ronaldinho (Br)FC Barcelona
2004Andrej Schewtschenko (Ukr)AC Mailand
2003Pavel Nedved (Tsch)Juventus Turin
2002Ronaldo (Br)Inter Mailand / Real Madrid
2001Michael Owen (Eng)FC Liverpool
2000Luis Figo (Por)FC Barcelona / Real Madrid
1999Rivaldo (Br)FC Barcelona
1998Zinédine Zidane (Fr)Juventus Turin
1997Ronaldo (Br)FC Barcelona / Inter Mailand
1996Matthias Sammer (De)Borussia Dortmund
1995George Weah (Liberia)Paris St. Germain / AC Mailand

Sendebezug: SRF zwei, 12.1.2015, 18:30 Uhr.

19 Kommentare

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  • Kommentar von Johnny Torturo, Zürich
    Als Bayern München alle Titel geholt hat wurde auch nicht Ribery Weltfussballer. der Brasilianer Ronaldo wurde 2002 auch nur Weltfussballer wegen einer Super WM, das weiss ich noch genau weil ich grosser Fan von ihm bin. Neuer Gewann das Double, Weltpokal, Eurosupercup, und wurde noch dazu Welttorwart und Weltmeister, im WM Jahr sollte auch die WM mitzählen, und da hat Ronaldo versagt. Bin froh das Portugal wenigstens nie in seiner Zeit Weltmeister wird. Neuer hätte es genau so verdient gehabt.
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  • Kommentar von Canterano, Valdebebas
    Die Weltelf scheint mir ein bisschen komisch: Thiago Silva als Linksverteidiger und David Luiz neben Ramos in der IV? Mit Silva bin ich einverstanden, aber lieber im Zentrum, dafür auf Links Marcelo/Alaba/Coentrao/Filipe Luis. Lahm spielte oft gar nicht auf Rechts, deshalb wären Juanfran oder Carvajal die bessere Wahl gewesen. Auch Zabaleta hätte es verdient gehabt. Dann eventuell noch Modric/Lahm mit Iniesta tauschen und ich wäre zufrieden :-)
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  • Kommentar von Robert Anton, Zuchwil
    David Luiz im Team des Jahres ????? ! und wie immer muss man noch Brasilien in den Hintern kriechen. Unerträglich diese ewige Ueberhöhung der Brasilianer seitens der FIFA. Das wirkt sich ja auch seit Jahrzehnten auf die Schirileistungen aus wenn Brasilien spielt.
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