Der Fussball erhält den Videobeweis

Der populärsten Sportart der Welt steht eine Revolution bevor: Der Videobeweis soll eingeführt werden. Das beschloss das zuständige International Football Association Board (IFAB).

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Technische Revolution im Fussball

1:07 min, aus Tagesschau am Vorabend vom 5.3.2016

Etwa fünf Ligen sollen spätestens ab der übernächsten Saison den Videobeweis als Hilfsmittel für Schiedsrichter testen. Er soll nur in bestimmten Fällen zum Einsatz kommen (Tor, rote Karte, Penalty, Identifikation eines fehlbaren Spielers).

Über Offside kann weiter gestritten werden

Nicht vorgesehen ist der Videobeweis für Offside-Entscheidungen. Über die genaue Form der Tests wurde noch keine Entscheidung getroffen, hiess es nach der Sitzung im walisischen Cardiff.

Infantino: Spielfluss wichtig

«Das ist ein grosser Test, und wir müssen sehr vorsichtig sein, wenn es darum geht, das Fussballspiel zu schützen. Der Spielfluss ist sehr wichtig», sagte Fifa-Präsident Gianni Infantino, der ebenfalls an der Sitzung teilnahm.

Dreifach-Bestrafung nicht mehr obligatorisch

Ausserdem beschloss das IFAB, die umstrittene Dreifach-Bestrafung bei Notbremse-Fouls im Strafraum abzuschwächen. Künftig müssen Schiedsrichter nur noch die rote Karte ziehen, wenn es sich um eine Tätlichkeit handelt. Die bisherige Regelung war von vielen Fussballern kritisiert worden, weil sie den Täter dreifach bestraft (Penalty, rote Karte, Sperre).

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