Die Quittung für Solos Ausraster: 6 Monate Sperre

Die US-Torhüterin Hope Solo hat sich nach dem Olympia-Out von ihrer unsportlichsten Seite gezeigt. Der eigene Verband greift deshalb mit einer halbjährigen Sperre hart durch.

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Nicht einmal das unfaire Psychospiel mit den Handschuhen half

1:53 min, vom 12.8.2016

Hope Solo konnte bei den Sommerspielen in Rio das bittere Ausscheiden ihres US-Teams, das seit 1996 4 Mal Olympiasieger geworden ist, kaum verkraften. Nach der Penalty-Niederlage gegen Schweden machte sie darum ihrem Ärger Luft – und vergriff sich dabei gehörig im Ton.

Sie hatte das schwedische Team als «einen Haufen Feiglinge» bezeichnet. Damit wollte sie zum Ausdruck bringen, dass die Skandinavierinnen für ihren Geschmack zu defensiv aufgetreten sind. Schon in der Schlussphase der Partie bediente sich die 35-Jährige unfairen Mitteln und wollte etwa mit einem Handschuh-Tausch vor dem letzten Elfmeter-Versuch die Gegnerin aus dem Konzept bringen.

Nicht zu akzeptieren

Der US-Verband sanktioniert Solo für ihr fehlbares Verhalten hart und sperrte seine Keeperin wegen beleidigender Äusserungen für 6 Monate. Die Kommentare von ihr seien «inakzeptabel» gewesen und würden den Erwartungen an Nationalspieler nicht entsprechen, hiess es in einem offiziellen Statement.

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