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Fussball allgemein Die Uefa portiert Infantino als Fifa-Präsident

Gianni Infantino ist der Nächste auf dem Kandidatenkarussell für die Fifa-Präsidentenwahl am 26. Februar 2016. Der Walliser steigt mit aussichtsreichen Chancen ins Rennen, wird er doch vom Exekutivkomitee der Uefa einstimmig unterstützt.

Porträt von Gianni Infantino.
Legende: Gianni Infantino Könnte bald schon bei der Fifa zu einem Charakterkopf werden. Keystone

Gianni Infantino amtet seit etwas mehr als 6 Jahren als Uefa-Generalsekretär. Nun liebäugelt der 45-jährige Walliser, der zudem den italienischen Pass besitzt, mit dem Amt des weltweit höchsten Fussball-Funktionärs.

Plan B in der Hinterhand

Das Exekutivkomitee der Uefa hat einstimmig beschlossen, Infantino bei der Wahl in 4 Monaten zu unterstützen. Die Bewerbung des gesperrten Vorsitzenden Michel Platini liess man dagegen unerwähnt.

Stattdessen greift der Kontinentalverband mit Infantino auf Plan B zurück. Denn sollte Platini aufgrund des derzeitigen Verfahrens durch die Fifa-Ethikkommission nicht zur Kür des Nachfolgers von Joseph S. Blatter zugelassen werden, stünde der vierfache Familienvater Infantino bereit.

«Wir glauben, dass er alle Kriterien erfüllt, um die Herausforderungen zu meistern und die Organisation auf einen guten Weg zu mehr Integrität und Glaubwürdigkeit zu führen», schreibt die Uefa.

Verzicht von Zen-Ruffinen

Der frühere FIFA-Generalsekretär Michel Zen Ruffinen verzichtet derweil auf eine Kandidatur. Nachdem er am Sonntag im Westschweizer Fernsehen noch angedeutet hatte, dass er bereit wäre, gegen Blatter anzutreten, änderte er nun seine Ansicht.

Die 7 Gegenkandidanten Infantinos

NameNationalitätJahrgangSpezielles
Michel Platini
Franzose
1950derzeit gesperrter Uefa-Präsident
Scheich Salman bin Ibrahim al-KhalifaBahrain1965

Tokyo Sexwale Südafrika1953

Prinz Ali bin Al HusseinJordanien1975
unterlag Blatter 2015 im 1. Wahlgang
David NakhidTrinidad & Tobago
1964
Ex GC-Profi
Jérôme Champagne Frankreich1957
Ex Fifa-Funktionär
Musa Bility Liberia1967

Sendebezug: Radio SRF 3, Nachmittagsbulletin, 26.10.2015, 15:00 Uhr.

3 Kommentare

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  • Kommentar von Peter Oberholzer, Zürich
    Für mich ist Jerome Champagne der beste Kandidat, er kommt aus Europa, also aus diesem Kontinent wo die besten Klubs, Ligen und gute Nationalmannschaften sind, ist unbelastet und legt einen umfangreichen Reformplan mit Vorteilen für alle vor.
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    1. Antwort von Aimé Bonpland, La Rochelle
      MON DIEU! Diese Champagner-Gurke wird nicht gewählt! Der Mann hat weder Ausstrahlung, noch Persönlichkeit. Lieber ein Walliser ohne Haare als ein Grünschnabel mit Reformutopien.
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  • Kommentar von jean passant, thun
    Der nächste untragbare Kandidat. Es gibt schwere Vorwürfe gegen Scheich Salman wegen Menschenrechtsverletzungen. das ist ein noch ganz andere Kategorie als Bestechungen, hiher gibt es den Verdacht auf schwere Diskriminierung und Verletzung von Rechten von Inhaftierten Personen. Die Ethikkommission täte gut daran diesen Kandidaten auch zu suspendieren.
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