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Fussball allgemein Doping im Fussball? «Ist keine Risiko-Sportart»

Doping ist im Fussball kein grosses Thema. Ist die Sportart sauber? Oder wird einfach nicht so konsequent kontrolliert wie beispielsweise im Radsport? Die «sportlounge» befasste sich mit der Thematik.

Legende: Video Doping und Fussball – wie wird in der Schweiz kontrolliert? («sportlounge») abspielen. Laufzeit 08:44 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 20.08.2013.

«Ab und zu denkt man schon, wie es möglich ist, dass gewisse Spieler alle 3 Tage eine Topleistung abrufen können, obwohl der Sport derart physisch geworden ist», sagt FCZ-Mittelfeldspieler Davide Chiumiento. «Aber die Hoffnung ist gross, dass Doping im Fussball nicht existiert.»

Legende: Video «Vitaminspritzen» - Beckenbauer zum Thema Doping abspielen. Laufzeit 00:12 Minuten.
Aus Sport-Clip vom 20.08.2013.

WM-Helden auf Drogen

Zahlreiche Studien haben allerdings aufgezeigt, dass auch «König Fussball» nicht frei ist bzw. war von Doping. Die deutschen Weltmeister von 1954 beispielsweise halfen im Final gegen Ungarn mit dem Amphetamin Pervitin nach. Und auch Ikonen wie Diego Maradona, Franz Beckenbauer, Pep Guardiola oder Didier Deschamps gerieten bereits ins Doping-Zwielicht.

Keine Hinweise auf «Doping-Kultur»

Die FIFA sieht im heutigen Fussball allerdings keine Hinweise auf systematisches Doping oder gar auf eine «Doping-Kultur». «Pro Jahr führt die FIFA weltweit 28'000 bis 30'000 Dopingkontrollen durch», sagt Jiri Dvorak, medizinischer Leiter der FIFA, «so viele wie kein anderer Sportverband. Nur 70 bis 90 dieser Proben sind positiv, mehr als die Hälfte davon wegen 'Alltags-Drogen' wie Marihuana oder Kokain.»

Geld für mehr Kontrollen fehlt

Antidoping Schweiz allerdings nimmt im Fussball jedes Jahr auf Stufe Super League und Challenge League nur rund 80 Kontrollen. «Fussball ist keine Risiko-Sportart», sagt Matthias Kamber, Chef von Antidoping Schweiz. «Wir würden gerne mehr Kontrollen machen. Aber wir können nicht einfach Ressourcen von anderen Sportarten abziehen.» Dazu fehlt das Geld - und dieses Geld könne einzig vom Bund kommen, bestätigt Swiss-Olympic-Präsident Jörg Schild.

12 Kommentare

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  • Kommentar von Adrian Tobler, Niederteufen
    Meine Matura-Arbeit über Doping, u. A. auch Fussball. Fall Dr. Fuentes. (Sogar) Diverese Spieler vom FC Barcelona wurden gedopt und der span. 1. und 2. Liga. Spanische Behörde hällt Namen der Spieler bewusst geheim --> SPANIEN HÄTTE MIT EINEM VERSEUCHTEN FUSSBALL NOCH MEHR PROBLEME Fakten: - EPO:15% Leistungssteigerung --> 12,5 Spieler gegen 11 - 1. Bundes Liga; durchschn. Kontrolle alle 3 Jahre - keine Trainingskontrollen + alle Kontr. angek. - 50er-Jahre --> heutige Todesfälle, Fiorentina!
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  • Kommentar von S. Schmid, Luzern
    juve, barca... usw. in den 90er wurde schon systematische Doping betrieben. Ausserdem ist fussball eine sehr hohe "Risikosportart", da es mittlerweile extrem physisch geworden ist! Wer weniger ermüdet, der wird auch weniger Fehler machen (auch im Tennis...) und ist ausserdem noch schneller am Ball. (Leistung der Spieler um nur 10 % steigern = 1 Mann mehr für "Dopingmannschaft") Das sf nimmt hier eine viel zu neutrale Haltung ein und kratz nur ein bisschen an der Oberfläche. Finde ich schade.
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  • Kommentar von r.w., buchs
    infos betreffend radsport im vergleich zum fussball. cyclingnews.com berichtet an der diesjährigen tour de france wurden 622 dopingtests durchgeführt. in 3 wochen für 200 fahrer. der schweizer fussballverband macht 80 dopingtests im ganzen jahr für weit mehr als 200 fussballer. anhand dieser zahlen sieht man wie fahrlässig im fussball kontrolliert wird. übrigens 0 dieser 622 proben waren positiv! die zeiten der aussage: alle radfahrer sind gedopt ist definitiv vorbei!--> nehmt euch ein beispiel!
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    1. Antwort von Pedro Cordero, Luzern
      fast richtig r.w.: warten wir mal 5-8 Jahre zu und lassen die Proben dann erneut testen.... die Analyse ist einfach nicht auf dem Stand der Dinge - hinkt da immer einige Jahre hinterher. Und vergessen wir nicht, dass diese Labors Millionen verdienen mit ihren Tests - auch der Anti-Dopingkampf ist ein grosses business!!!
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