Erich Vogel zu Geldstrafe verurteilt

Der ehemalige Fussball-Manager Erich Vogel ist vom Bezirksgericht Zürich wegen Beihilfe zu versuchter Erpressung von YB-Sportchef Fredy Bickel schuldig gesprochen worden. Auch Spieleragent Peter Bozzetti wurde verurteilt.

Erich Vogel.

Bildlegende: Verurteilt Erich Vogel wurde vom Zürcher Bezirksgericht schuldig gesprochen. Keystone

Das Zürcher Bezirksgericht verurteilte Erich Vogel wegen Gehilfenschaft zu Erpressung zu einer bedingten Geldstrafe von 90 Tagessätzen à 150 Schweizer Franken. Zudem muss er 1500 Franken Genugtuung an Fredy Bickel zahlen. Vogel hat bereits angekündigt, dass er gegen das Urteil Berufung einlegen werde.

Gegen Spielervermittler Peter Bozzetti verhängte das Gericht wegen versuchter Erpressung und versuchter Nötigung eine teilbedingte Freiheitsstrafe von 16 Monaten. 6 Monate davon soll er absitzen müssen.

Letztes Jahr in Untersuchungshaft

Der komplizierte Fall reicht ins Jahr 2002 zurück und betrifft den Erpressungsversuch gegen den heutigen YB-Sportchef Bickel. Dieser hatte 2013 Strafanzeige wegen Erpressung gegen Bozzetti eingereicht.

2002 soll Bickel, damals ebenfalls Sportchef bei den Young Boys, dem Spieleragenten ein Vorkaufsrecht an allen YB-Spielern zugesichert haben. Bozzetti hat nun letztes Jahr damit gedroht, den Inhalt der Dokumente zu veröffentlichen, sofern Bickel ihm nicht 131'000 Franken überweist.

Vogel wird vorgeworfen, Bozzetti beim Versuch der Erpressung geholfen zu haben. Im September des vergangenen Jahres wurden sowohl Bozzetti als auch Vogel (wegen Verdunkelungsgefahr) für mehrere Tage in Untersuchungshaft gesteckt.

Bickel: «Fall für mich abgeschlossen»

Bickel hat den Schuldspruch mit Genugtuung zur Kenntnis genommen: «Ich bin sehr froh über die ausdrückliche Bestätigung des Richters, dass meine Aussagen in dem Verfahren 'konstant und ohne Widersprüche' gewesen seien. Für mich ist der persönlich sehr belastende Fall damit abgeschlossen.»

Sendebezug: Radio SRF 1, Nachrichten, 28.11.2014, 12:00 Uhr