FIFA vertagt wichtige Entscheide

Der Fussball-Weltverband hat die anstehende Entscheidung über ein Alterslimit für FIFA-Mitglieder und eine Amtszeitbegrenzung für den Präsidenten auf 2014 vertagt. Darauf verständigte sich das FIFA-Exekutivkomitee bei seiner Sitzung in Port Louis auf der Insel Mauritius

Joseph Blatter mit Brille hinter einem Fussball an einem Redner-Pult.

Bildlegende: Gegen «Alters-Diskriminierung»: Joseph Blatter will keine Altersbeschränkung in der FIFA. EQ Images

Es gebe derzeit keinen Konsens zwischen den 209 Mitgliedsländern und den Konföderationen, teilte die FIFA mit. Das Thema solle nach intensiver Analyse im kommenden Jahr «mit konkreten Vorschlägen» wieder thematisiert werden.

Blatter gegen Altersbeschränkung

FIFA-Präsident Joseph Blatter hatte sich zuvor einmal mehr gegen eine Altersgrenze für Funktionäre im Weltverband ausgesprochen. «Sie ist meiner Auffassung nach kein relevantes Kriterium, da schliesslich nicht jeder mit 60, 70 oder 80 die gleiche Leistung bringt. Man könnte es sogar als diskriminierend werten», hatte sich der 77-Jährige auf der FIFA-Homepage zitieren lassen.

Der Walliser, der 2015 nach Ablauf seiner 4. Amtszeit möglicherweise erneut als FIFA-Chef kandidieren will, sprach sich hingegen für eine Amtszeitbeschränkung (2 mal 4 Jahre) aus. Viele Nationalverbände fordern längere Perioden.

Viel Skepsis vor dem Kongressstart

Reformskeptiker sehen sich nach dem Vertagungsentscheid der FIFA in ihren Befürchtungen bestätigt. Der mit Spannung erwartete Kongress beginnt am kommenden Freitag.