IOC und FIS gegen FIFA

Die geplante Verlegung der Fussball-WM 2022 in den Winter stösst in der Sportwelt auf immer schärfere Kritik. Das Internationale Olympische Komitee IOC und der Ski-Weltverband FIS haben sich gegen die Pläne von FIFA-Chef Sepp Blatter ausgesprochen.

IOS-Präsident Thomas Bach, hier vor dem Hauptsitz in Lausanne, will die Olympischen Spiele beschützen.

Bildlegende: «Einzigartigkeit» IOS-Präsident Thomas Bach, hier vor dem Hauptsitz in Lausanne, will die Olympischen Spiele beschützen. Keystone

Ohne die Katar-WM explizit zu erwähnen, forderte das IOC unter der Führung des neuen Präsidenten Thomas Bach, dass das olympische Programm «in keiner Weise negativ beeinträchtigt werden sollte». In einer Sitzung in Lausanne, bei der pikanterweise auch FIFA-Chef Sepp Blatter anwesend war, sprach sich das Komitee für den Schutz der «Einzigartigkeit der Olympischen Spiele» aus.

FIS: Gemeinsame Resolution

Auch die FIS rief bei ihrer Herbstsitzung im schweizerischen Oberhofen die Wintersport-Familie zum gemeinsamen Kampf gegen die Winter-WM auf. «Wir werden den sechs anderen internationalen Wintersportverbänden vorschlagen, eine gemeinsame Resolution gegen eine Organisation einer FIFA-WM im Winter zu unterschreiben», teilte der Ski-Verband mit.

Gegen «die Götter der Welt»

Schon zuvor hatte FIS-Präsident Gian Franco Kasper Kritik an den Winter-Plänen der WM in Katar geäussert. Mit einer Verschiebung in den November und Dezember könne der Wintersport ja noch leben, eine Austragung im Januar und Februar sei dagegen ein Ding der Unmöglichkeit.

Mit Einsicht rechnet Kasper aber nicht: «Ich glaube, wir interessieren die gar nicht. Sie sind die Götter der Welt. Zumindest glauben sie das.»

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Fussball: FIFA-Präsident Blatter für eine Winter-WM 2022

0:22 min, vom 17.7.2013